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Veranstaltungsbericht Ritterspiele Schloss Ahaus

Ausgabe Nr. 02/2012 Webzeitung - Webmagazin - Mittelaltermagazin für Freunde des Mittelalters Veranstaltungsbericht


 

Ritterspiele Schloss Ahaus
07.-09. April 2012 Schloss Ahaus

Veranstalter:
GBM - Gesellschaft für Burgenmarketing mbH
Dürener Str. 401 D, 50858 Köln
Website: www.burgenmarketing.de
 
Veranstaltungsbericht: Manfred Lohmann

Ritterspiele Schloss Ahaus Ritterspiele Schloss Ahaus Ritterspiele Schloss Ahaus Ritterspiele Schloss Ahaus Ritterspiele Schloss Ahaus Ritterspiele Schloss Ahaus Ritterspiele Schloss Ahaus Die Ritterspiele Schloss Ahaus fanden an den Ostertagen 2012 statt. Das Schloss Ahaus, ehemalige Residenz und Jagdschloss der Fürstbischöfe von Münster bietet umschlossen vom Schlossgraben und dem an der Rückseite sich anschließenden Schlosspark für eine solche Veranstaltung einen sehr schönen Rahmen. Mitten in der Innenstadt von Ahaus gelegen, ist es als Veranstaltungsort sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem PKW sehr gut erreichbar, ausreichende Parkmöglichkeiten sind in unmittelbarer Nähe zum Schloss gelegen. So mache ich mich am Ostersonntag auf den für mich kurzen Weg nach Ahaus. Das Wetter ist herrlich - Sonnschein, ein paar weiße Wolken - Bilderbuchwetter für eine solche Veranstaltung.
Erwartungsvoll mache ich mich vom Parkplatz aus auf den Weg zum sehr schönen Tor des Schlosses. Vor dem Tor werden die Besucher von eine sehr freundlichen "Torwache" erwartet, 10,- € "Wegezoll" müssen Erwachsene entrichten, bevor man das Tor passieren darf - Kinder entrichten die Hälfte, unter "Schwertmaß" haben sie freien Zutritt. Auch eine Familienkarte ist im Angebot, Eintrittspreis, wie sie durchaus üblich sind.
 
Beim Betreten des Schlosshofes werde ich von mittelalterlichen Klängen der Spielleute von "A la Via" empfangen. Sehr positiv fällt auf, dass die Spielleute ganz ohne Elektronik auskommen und mittelalterliche Musik in guter alter Art vortragen. Tische und Bänke sind reichlich aufgestellt, laden den Besucher zum Verweilen ein, Taverne, Schänke und fleißige Köche sorgen für das leibliche Wohl. Ein stimmiges Bild bietet sich dem Besucher.
Rund um das Schloss haben sich viele Händler niedergelassen und bieten ihre Waren feil. Schmuck, Lederwaren, duftende Seifen und Essenzen, Gewandungen, Wein und Met, Holzgeschirr für den Haushalt - alles kann man hier erstehen. Dazwischen findet man eine Wahrsagerin und eine Märchenerzählerin - eine bunte Mischung findet man vor, ganz so, wie man sich einen Markt anlässlich einer Turnierveranstaltung zu früherer Zeit vorstellt. Ein Bogen- und ein Armbrustschießstand für die Kinder runden das Bild gelungen ab.
 
An der Rückseite des Schlosses hat man über den Schlossgraben einen herrlichen Blick auf den Schlosspark. Heute ist dieser Blick besonders schön - man schaut auf ein großes Heerlager mit seinen bunten Zelten und wehenden Fahnen, auf den abgesteckten Turnierplatz, weitere Händler haben sich längs des Schlossgrabens niedergelassen - ein sehr schönes, stimmiges Bild bietet sich hier dem Auge des Besuchers. Ein altes, handbetriebenes "Riesenrad" für die Kinder fällt ebenso ins Auge, wie die reichlich an beiden Längsseiten der Turnierbahn angeordneten Bänke für die Zuschauer.
Das Heerlager und den Turnierplatz erreicht man über eine Schwimmbrücke über den Schlossgraben hinweg. Buntes Treiben herrscht im Heerlager - die Gruppen bereiten sich auf das Turnier vor. An den Marktständen feilschen Händler und Käufer, Met und Weinproben laden zum Kosten ein - auch hier sieht man ein vielseitiges Angebot an mittelalterlichen Waren aller Art.
Neugierig schlendere ich durch das Heerlager - ein sehr schönes, aufgeräumtes Lager mit breiten Wegen zwischen den einzelnen Lagern, die sich sehr offen und besucherfreundlich präsentieren. Auch hier bietet sich ein stimmiges Bild - so ähnlich könnte es früher wirklich ausgesehen haben.
 
Für 16.00 ist das Ritterspiel angesetzt und so gehe ich zum Turnierplatz, die Bänke sind schon gut besetzt, gespannt warten die Besucher auf die Vorstellung. Sehr positiv fällt mir auf, dass schon eine ganze Zeit vor Beginn Reiter im Viereck sind - sie reiten ihre Pferde in der Bahn ab, so dass die Tiere sich an das Publikum gewöhnen können, das ist leider nicht bei jedem Turnier der Fall - ein sehr guter Beitrag zur Sicherheit, denn scheuende Pferde können für die Akteure und Zuschauer gefährlich werden.
Von allen Seiten sieht man die Heerlager geordnet zum Turnierplatz ziehen und pünktlich um 16.00 verkündet der Herold den Beginn der Vorführung. Angeführt von den Spielleuten, von Gauklern und allerlei "Fahrend Volk" ziehen Ritter und Fußvolk der Heerlager in die Bahn ein. Den Abschluss dieses Aufmarsches bilden die Akteure der „Compania Ferrata“ hoch zu Ross - die die Ritterspiele vorführen wird - ein sehr schönes, farbeprächtiges Bild bietet sich dem Publikum.
 
Dann beginnt das Highlight - die Ritterspiele. Der staufisch-welfische Konflikt zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und Heinrich dem Löwen ist das historische Thema - anschaulich schildert der "Herold" diese Vorgabe den Zuschauern und führt das Publikum sehr gut durch das Programm. Und dieses Programm hat es in sich, es wird nicht nur spektakuläres Anreiten zweier Ritter gegeneinander gezeigt, sondern wirklich eine Geschichte mit sehr vielen sehenswerten Höhepunkten und hervorragenden Stunts präsentiert. Nicht nur gestürzte Ritter liegen "verletzt" am Boden - auch die Pferde bleiben "verletzt" liegen, so dass ein abwechselungsreiches, sehr spannendes Bild die Zuschauer in seinen Bann zieht. Ein weiterer Höhepunkt dieser sehr schönen Aufführung ist eine einmalige, wirklich außergewöhnliche und sehr gut in dem Ablauf intrigierte Dressureinlage - beeindruckend zeigt einer der Ritter die klassische Reitkunst der damaligen Zeit, vom "Spanischen Schritt" über Traversalen bis hin zur "Levade" wird das ganze Können und die großartige Ausbildung der Pferde gezeigt.
Diese Vorführung der „Compania Ferrata“ ist wirklich sehr sehenswert und beispielhaft - schon allein hierfür ist der Besuch lohnenswert und der Wegezoll gerechtfertigt.
 
Wichtig ist mir bei Marktbesuchen auch immer die Sicherheit der Besucher. Auch hier hat der Veranstalter bestens vorgesorgt. Ein Löschzug der Feuerwehr steht unauffällig für den Notfall bereit, Ersthelfer und Feuerwehrleute sind stets auf dem Gelände präsent, beim Turnier sind zusätzliche gewandete Helfer und Ordner an den Absperrungen im Einsatz, sorgen für einen schnellen, reibungslosen Umbau und achten auf Einhalten des Sicherheitsabstandes - ein gutes, unauffälliges Konzept.
Nach dem Turnier unterhielt ich mich mit Michael Cornély vom Burgenmarketing. Dabei erfuhr ich, dass man zwar schon öfter am Ahauser Schloss einen Mittelaltermarkt veranstaltet hat - in diesem Jahr aber erstmalig in der Größe und mit den Ritterspielen - eine Erstveranstaltung quasi, die man im nächsten Jahr sicher noch umfangreicher gestalten wird ... eine sehr erfreuliche und gute Nachricht, die ich zum Abschluss eines unterhaltsamen und schönen Marktbesuches mitnehme.
 
Fazit:
Die "Ritterspiele Schloss Ahaus 2012" waren eine wirklich schöne Veranstaltung und ein gelungener Saisonauftakt. Die Location liefert dem mittelalterlichem Markt und den Ritterspielen einen perfekten Rahmen, den der Veranstalter sehr gut nutzte. Die Ritterspiele selber gehören zur obersten Klasse der Turnierdarbietungen - hier kann man der „Compania Ferrata“ nur ein großes Lob für ihre Vorstellung aussprechen. Die Organisation war sehr gut, ein ausgewogenes, vielseitiges Angebot an mittelalterlichen Waren aller Art wurde präsentiert - was allerdings im nächsten Jahr schon noch etwas größer sein dürfte. Ein insgesamt sehr stimmiger, feiner Markt, der seinen Besuchern ein vielseitiges, interessantes Programm bot.
 
Die weiteren Termine des Veranstalters:
Burgenmarketing - Termine
Homepage „Compania Ferrata“:
Compania Ferrata
Ritterspiele Schloss Ahaus Ritterspiele Schloss Ahaus Ritterspiele Schloss Ahaus
 

Erscheinungsweise: Zweimonatlich Vervielfältigung nur mit Genehmigung Impressum

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