Antibiotikaresistente Bakterien bei Igeln gefunden – rts.ch

Eine Studie unter Beteiligung der Universität Bern zeigte das natürliche Vorkommen antibiotikaresistenter Bakterien in Igeln. Diese vor 200 Jahren entstandene und später beim Menschen beobachtete Resistenz ist nicht erst durch zu viel medizinische Behandlung erst seit kurzem ein Phänomen.

Diese gegen Methicillin – ein häufig verwendetes Antibiotikum – resistenten Bakterien entstanden vor 200 Jahren, lange bevor Antibiotika entdeckt wurden, so diese in der Zeitschrift veröffentlichte Studie. Temperieren Sie die Natur.

Das internationale Team, zu dem Forscher aus Dänemark und Großbritannien sowie der Universität Bern gehörten, suchte nach dem Vorkommen von Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA) bei Menschen, Kühen, Igeln und anderen Wild- oder Nutztieren. Mehr als tausend Proben wurden analysiert.

Bisher galten Kühe als Hauptreservoir für MRSA, da sie das Gen erworben hatten, das diese Resistenz verleiht. Außerdem wurde dieser Spot zum ersten Mal enthüllt.

Nach diesen Erkenntnissen tragen jedoch nicht Kühe diese antibiotikaresistenten Bakterien, sondern Igel. Tatsächlich entstanden sie auf der Haut dieser kleinen Säugetiere aufgrund des Vorhandenseins des Antibiotika-produzierenden Pilzes Trichophyton erinacei.

Es ist kein neues Phänomen

Die Autoren gehen davon aus, dass die Kuh und andere Haustiere als Zwischenwirt fungieren und diese resistenten Bakterien auf den Menschen übertragen. Sie betonen, dass das Auftreten dieser Resistenzen nicht erst seit kurzem auf Medikamente zurückzuführen ist.

Sie bestehen darauf, dass Human- und Veterinärmedizin Hand in Hand arbeiten müssen. Sie warnen davor, dass es in der Tierwelt ein sehr großes Reservoir an antibiotikaresistenten Bakterien gibt, die Nutztiere und dann den Menschen infizieren.

ATS / fgn

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