BASF will Antwerpen zum ersten energieneutralen Standort machen

Bis 2050 wollen die Chefs des deutschen Chemiekonzerns BASF die „Klima“-Neutralität des gesamten Unternehmens erreichen. Für ihren Standort in Antwerpen muss der Termin aber vorgezogen werden. Zu einem konkreten Datum will sich der Leiter der Antwerpener Niederlassung noch nicht äußern, hält 2030 aber für nicht unrealistisch. Er glaubt, dass alles von neuen Technologien und dem wirtschaftlichen Kontext abhängt.

„Bis 2026 sollen unsere CO2-Emissionen im Vergleich zu 2018 halbiert werden. Aber auch danach bleibt noch einiges zu tun.“ Das Ziel der Neutralität wird durch Investitionen in erneuerbare Energien erreicht. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass BASF Antwerpen etwa 3 % des belgischen Stromverbrauchs verbraucht.

Das Unternehmen investiert auch in einen Windpark von Vattenfall in den Niederlanden. Es soll Ende 2022, Anfang 2023 in Betrieb gehen. Danach wird es die weltweit größte Konzentration von Offshore-Windkraftanlagen sein, die ohne Unterstützung betrieben werden. Und für den Fall, dass Wind- und Solarenergie nicht ausreichen, hat das Antwerpener Werk Verträge für Ökostrom mit Dritten. Auch Antwerpen ist auf das CO2-Speicherprojekt angewiesen. Das Gas wird in chemischen Anlagen gesammelt, bevor es in leere Gasfelder in der Nordsee transportiert und gespeichert wird. Diese Initiative ist besonders teuer, und die mit Air Liquide verbundene BASF hat bereits einige europäische Subventionen für ihre Umsetzung erhalten.

Am Mittwoch hatten König Philip und Königin Mathilde zudem Gelegenheit, den riesigen BASF-Komplex in Ludwigshafen zu besichtigen. Südlich von Frankfurt entstand ein richtiges Dorf, das sich über eine Fläche von 80 Hektar erstreckte. Dort arbeiten etwa 39.000 Menschen. Auf dem Gelände gibt es ein Krankenhaus und ein Hotel sowie drei Feuerwachen. Im Weinbaugebiet Rheinland-Pfalz gelegen, beherbergt die BASF auch eine der größten Weinkellereien des Landes.

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