Bayer unterzeichnet Partnerschaft mit American Mammoth Biosciences

Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat am Montag eine Partnerschaft mit dem US-Biotechnologen Mammoth Biosciences angekündigt, um neue Behandlungsmethoden mit seinen proprietären molekularen Scherentechniken zu entwickeln.

Die Vereinbarung bezieht sich auf einen Betrag, der eine Milliarde Dollar (920 Millionen Franken) erreichen könnte.

„Bayer und Mammoth Biosciences (…) geben heute eine strategische Zusammenarbeit“ zur „Entwicklung neuer Gentherapien“ bekannt, teilte das deutsche Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

Bayer fügte hinzu, dass die Forschung speziell auf „Leberkrankheiten“ gerichtet sei.

Das US-amerikanische Biotech-Unternehmen mit Sitz in San Francisco wird von Bayer „40 Millionen US-Dollar im Voraus“ und im Erfolgsfall zusätzliche Zahlungen in Höhe von insgesamt „mehr als 1 Milliarde US-Dollar“ erhalten, fügte der Leverkusener Konzern hinzu.

Dank dieser Vereinbarung wird Bayer Zugang zu „Crispr Methods in Mammoth Biosciences“ haben, um diese Forschung durchzuführen.

Crispr oder molekulare Schere ist eine Technologie, die eine einfache Modifikation des Genoms ermöglicht, um genetische Mutationen zu korrigieren oder zu erzeugen, insbesondere um seltene Krankheiten zu behandeln.

Mammoth Biosciences wurde 2017 von der Amerikanerin Jennifer Doudna gegründet, die die Technologie 2012 mit dem Franzosen Emmanuel Charpentier erfand. Das Forscherpaar erhielt 2020 den Nobelpreis für Chemie.

„Die Kombination der Crispr-Systeme von Mammoth mit unseren bestehenden Plattformen (…) wird es uns ermöglichen, das volle Potenzial unserer Gentherapie-Strategie auszuschöpfen“, kommentierte Stefan Uelrich, Leiter Pharma bei Bayer, am Montag.

Der deutsche Konzern verfolgt seit mehreren Jahren eine Strategie, in diese Technologien zu investieren, die er als „den nächsten Schritt in der Evolution der Arzneimittelentwicklung“ betrachtet.

Ende 2020 hat Bayer für bis zu 4 Milliarden US-Dollar das amerikanische Biotechnologieunternehmen Asklepios BioPharm Pharmaceutical übernommen, das auf die Behandlung neuromuskulärer Erkrankungen durch Gentherapie spezialisiert ist.

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Außerdem hat Bayer 2019 das US-Unternehmen BlueRock Therapeutics übernommen, das ebenfalls auf Zelltherapie spezialisiert ist.

An der Börse stieg der Bayer-Index am Montagmorgen in Frankfurt um 1,46% auf 49,50 €, im DAX um 0,10%.

/ ATS

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