Berlin fordert Peking auf, bei der Unterdrückung der Uiguren „aufzuklären“.

Deutschlands Top-Diplomatin bat am Dienstag ihren chinesischen Amtskollegen um „Klarstellungen“, nachdem sie das Vorgehen gegen die muslimische Minderheit der Uiguren enthüllt hatte.

Ein Konsortium ausländischer Medien veröffentlichte heute eine Reihe von Dokumenten, von denen angenommen wird, dass sie Polizeicomputer in Xinjiang hacken, und beschuldigt Peking, ein heftiges Vorgehen gegen Uiguren durchgeführt zu haben.

„Der Außenminister hat auf die schockierenden Berichte und neuen Dokumente über die massiven Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang verwiesen und eine Aufklärung dieser Vorwürfe gefordert“, teilte das Außenministerium nach einer Videokonferenz zwischen Annallina Burbock und ihrem chinesischen Amtskollegen Wang Yi mit. In einer Pressemitteilung betonte das Ministerium, dass „Menschenrechte, für deren Schutz Deutschland sich weltweit einsetzt, ein wesentlicher Bestandteil des internationalen Systems sind“. „Die Wahrung der Menschenrechte ist das Schwerste auf der Waage“, fügte Vizekanzler Robert Habeck am Dienstagabend in einer Pressemitteilung hinzu und betonte, dass die Regierung aus Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen „nachjustiert“ habe. Ein Umgang mit Fragen rund um China.“ Der Ökologe und Wirtschaftsminister fügte hinzu: „Wir diversifizieren immer mehr und reduzieren auch unsere Abhängigkeit von China.“

Peking ist Deutschlands wichtigster Wirtschaftspartner: Mehr als 245 Milliarden Euro wurden im Jahr 2021 zwischen den beiden Ländern gehandelt, ein Plus von 15,1 % im Vergleich zum Vorjahr.

Unter den am Dienstag veröffentlichten Dokumenten waren Tausende von Fotos, darunter ein Ausweis, die in „Konzentrationslagern“ in der Umgebung aufgenommen wurden und die Gesichter vieler „Häftlinge“, darunter Teenager und ältere Menschen, zeigen. Die neuen Entdeckungen kommen, als die UN-Menschenrechtskoordinatorin Michelle Bachelet am Dienstag einen lang erwarteten Besuch in der chinesischen Region beginnt.

Xinjiang (Nordwesten), das seit langem Ziel von Angriffen ist, die Separatisten und uigurischen Islamisten zugeschrieben werden, ist seit mehreren Jahren Ziel von Pekings Repression im Namen der Terrorismusbekämpfung.

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Westliche Studien werfen China vor, dort mindestens eine Million Uiguren und Angehörige anderer muslimischer Minderheiten in Umerziehungslagern zu internieren und sogar „Arbeitsarbeit“ und „Zwangssterilisation“ zu verhängen.

Washington wirft Peking „Völkermord“ vor. Andererseits verurteilt China die „Jahrhundertlüge“ und stellt die Lager als „Berufsbildungszentren“ zur Bekämpfung des religiösen Extremismus dar.

Deutschlands Top-Diplomatin bat am Dienstag ihren chinesischen Amtskollegen um „Klarstellungen“, nachdem sie ein hartes Vorgehen gegen die muslimische Uiguren-Minderheit enthüllt hatte. Ein Konsortium ausländischer Medien hat heute eine Reihe von Dokumenten veröffentlicht, von denen angenommen wird, dass sie von den Computern der gehackten Polizei in Xinjiang stammen. Die Provinz, in der Peking beschuldigt wird…

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