Berlin will synthetische Kraftstoffe ausschließen

Als Teil ihres ehrgeizigen Klimaplans schlug die Europäische Kommission am 14. Juli 2021 vor, die Kohlendioxidemissionen von Neuwagen in der EU ab 2035 auf null zu senken, was den Verkauf von Benzin- und Dieselautos zugunsten von 100 % Elektromotoren effektiv stoppen würde . . Doch nicht alles scheint so glatt zu laufen wie erwartet.

So unterstützt Bundesumweltministerin Steffi Lemke zwar den im Juli 2021 ausgearbeiteten Vorschlag der EU-Kommission, möchte diesen aber ergänzen, indem sie die Zulassung von ausschließlich mit CO2-neutralen Kraftstoffen betriebenen Fahrzeugen erlaubt, was die Tür öffnen würde gegenüber synthetischen Kraftstoffen, auch Electronic Fuel genannt.

„Wir brauchen eine starke und schnelle Reduzierung der CO2-Emissionen, aber wir müssen auch offen für neue Technologien bleiben“, erklärte sie bei einem Treffen mit ihren EU-Kollegen in Luxemburg.

Der Automobilsektor setzt ebenso wie die Ölindustrie bereits große Hoffnungen auf synthetische Kraftstoffe, die es ermöglichen, den Einsatz von Verbrennungsmotoren zu verlängern, der jetzt durch das Aufkommen von 100% Elektroautos bedroht ist. Doch der Einsatz dieser Technologie im Auto wird von Umweltverbänden bestritten, die sie für zu teuer und energieintensiv halten. Sie schreiben auch Motoren zu, die die gleiche Menge an Stickoxiden (NOx) emittieren wie ihr Äquivalent aus fossilen Brennstoffen. Sagten Sie „Druck“?

Der deutsche Vorschlag stieß auch innerhalb der Kommission auf Widerstand, was ihn jedoch nicht daran hinderte, die Unterstützung vieler Länder zu erhalten, darunter Ungarn und Italien. Letztere schlugen mit Unterstützung Bulgariens, Portugals, Rumäniens und der Slowakei vor, den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor in der Europäischen Union auf 2040 statt auf 2035 zu verschieben. Was für ein Nervenkitzel!

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