Das offizielle Ende der diplomatischen Krise – Jean Africa

Nach vielen Friedenszeichen bekunden Marokko und Deutschland offiziell ihre Aussöhnung und Wiederaufnahme ihrer Beziehungen.

Am 16. Februar traf sich der marokkanische Diplomatiechef Nasser Borida erstmals mit seiner deutschen Amtskollegin Annalena Beerbach. Das Außenministerium sagte in einer Erklärung, dass die unter dem Banner der Freundschaft abgehaltene Videokonferenz eine Gelegenheit sei, „einen neuen Dialog zu eröffnen, um Missverständnisse auszuräumen und die bilateralen bilateralen Beziehungen zu vertiefen“. Deutsch.

Doch laut Pressemitteilung „verständigten sich die beiden Minister auf eine Wiedervereinigung mit den besonderen Standards der bilateralen Beziehungen in allen Bereichen, im Geiste bewährter Prinzipien, Kohärenz und gegenseitigem Respekt“.

Zwei konkrete Elemente belegen jenseits aller Worte offiziell die Aussöhnung zwischen dem Staat und Deutschland: die „Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit allen Regionen und allen Akteuren“ und die „balde“ Rückkehr eines neuen Botschafters in die Bundesrepublik Deutschland. Sein Posten ist seit acht Monaten unbesetzt. Auf marokkanischer Seite ist Botschafter Johor Aloui seit Ende Januar 2022 auf seinen Posten in Berlin zurückgekehrt.

Eine Anästhesieoperation in zwei Phasen

Vier Monate nach der Machtübernahme ist es der deutschen Regierung unter Führung des Sozialdemokraten Olaf Scholes gelungen, die diplomatische Krise zwischen den beiden Ländern zu entschärfen. Zur Erinnerung: Die marokkanische Diplomatie hat im März 2021 beschlossen, alle Kontakte zur deutschen Botschaft in Rabat und damit auch ihre Beziehungen zu Berlin einzustellen.

Das Auswärtige Amt lobte Rabats „bedeutenden Beitrag“ zur Sahara-Frage

Zum Thema: Die deutsche Position in der Sahara-Frage wurde durch die Entscheidung von Donald Trump im Dezember 2020, die marokkanische Souveränität über die Sahara anzuerkennen, erschüttert. Andere Beschwerden, die Rabat gegen Berlin hatte, waren die Nichteinladung Marokkos zu einer Konferenz in der deutschen Hauptstadt Libyen im Januar 2020 oder der Fall von Mohamed Hajib, einem in Deutschland lebenden deutschen Salafistenbesitzer. Nach der Veröffentlichung von Videos, die zu Angriffen auf Marokko auffordern, fragt dessen Königreich, wer abgeschoben werden soll.

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Der Regimewechsel in Deutschland im Dezember 2021 verstärkte diese Spaltung endgültig. Dazu hat Berlin eine zweistufige Versöhnungsstrategie implementiert. Im Dezember gab das Auswärtige Amt eine Erklärung ab, in der es heißt, dass „Marokko durch das „Sahara-Autonomieprogramm 2007“ einen wesentlichen Beitrag zur Lösung des Konflikts in der Sahara geleistet hat“. Eine subtile rhetorische Entwicklung, aber eine Botschaft, die in Rabat 5 von 5 Punkten erhielt.

Anruf nach Berlin

In diesem Zusammenhang richtete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der sich bereits positiv zum marokkanischen Autonomieplan geäußert hatte, bei einem Besuch im Königreich im Jahr 2015 einen Brief an König Mohammed VI. Er wolle „ihre strategische Partnerschaft stärken“ und ihn zu einem Staatsbesuch nach Berlin einladen.

„Positive Signale“, so Rabat, er drückte seine „große Zufriedenheit“ aus. Er kündigte auch seine Absicht an, die „normale Beziehung“ wieder aufzunehmen.

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