Der Bundesrat hat das Ausmaß des Falles anerkannt

Die Operation wurde jahrelang mit einer kleinen Anzahl von Personen streng geheim gehalten (Abbildung). KEYSTONE / ENNIO LEANZA sda-ats

Dieser Inhalt wurde am 28. Mai 2021 – 15:47 veröffentlicht

(Keystone-ATS)

Der Bundesrat weist die Kritik zurück, die politische Dimension der Krypto-Frage nicht anzuerkennen. Wenn die Kontrolle umgangen werden konnte, dann deshalb, weil die Fakten jahrelang andauerten und ein sehr kleiner Kreis sie geheim hielt.

Am Freitag gab der Bundesrat seine Schlussfolgerungen zu dem im vergangenen November vorgelegten Bericht der Delegation der parlamentarischen Verwaltungsausschüsse bekannt. Letzterer gab zwölf Empfehlungen ab, um daraus Lehren zu ziehen.

Der Bundesrat bestritt am Freitag, die politische Dimension der öffentlich gewordenen Tatsachen nicht anerkannt zu haben. Die schnellen Informationen des Verteidigungsministeriums (DDPS) an den Bundesrat und die umfassende Bearbeitung des Falls zeigen, dass die Regierung die Situation ernst genommen und versucht hat, sie zu klären, sagt DDPS in ihrem Bericht.

Unzureichende Informationen

Die Regierung erkennt jedoch, dass es problematisch ist, dass weder die amtierende Verteidigungsministerin Viola Amherd noch einer seiner Vorgänger den Prozess vor 2019 gemeldet haben. Das Problem sei nicht der Mangel an Kontrollen auf der Ebene. Von DDPS.

Es hängt vielmehr damit zusammen, dass Mitarbeiter des Strategic Intelligence Service (SRS) und später des Confederate Intelligence Service (SRC) “die Operation geheim halten und der politischen Kontrolle entziehen” wollten, heißt es in dem Bericht. Da sich der Fall über Jahre erstreckte, waren seine “möglichen Konsequenzen nicht leicht zu verstehen”.

Mehr als 100 Länder haben es ausspioniert

Der Fall wurde im Februar 2020 aufgedeckt. Die CIA und der deutsche Geheimdienst (BND) hätten jahrzehntelang Tausende von Dokumenten über Cryptos Verschlüsselungsmaschinen abfangen können. Mit gefälschten Geräten haben die CIA und der BND Gespräche aus mehr als 100 Ländern gehört.

Die beiden Geheimdienste kauften Zug 1970 zu gleichen Teilen über eine Stiftung in Liechtenstein. Der Bundesnachrichtendienst hat den Betrieb 1993 verlassen. Die USA haben das Abhören jedoch nach gemeinsamen Untersuchungen des deutschsprachigen Fernsehens SRF und seines deutschen Kollegen ZDF und der Washington Post bis mindestens 2018 verlängert.

Eine parlamentarische Untersuchung ergab, dass der Schweizer Geheimdienst seit 1993 wusste, dass sich die ausländischen Geheimdienste hinter Crypto versteckten. Er arbeitete mit ihnen zusammen, um Informationen über den Fremden zu sammeln.

Problem: Aufeinanderfolgende DDPS-Köpfe wurden nicht gemeldet. Daher wies der Bericht auf Mängel bei der Verwaltung und Kontrolle von Informationen hin und kam zu dem Schluss, dass eine gemeinsame Verantwortung besteht.

Zwei Empfehlungen abgelehnt

Unter den zwölf Empfehlungen stellt der Bundesrat fest, dass er zehn Empfehlungen beibehalten hat. Bei den beiden ist er anderer Meinung. Insbesondere möchte es sich nicht mit den Tools ausstatten, um die benötigten Informationen unabhängig zu erhalten, wenn ein nachrichtendienstliches Problem auftritt. Er ist der Ansicht, dass die rechtlichen Grundlagen den Informationsaustausch zwischen SRC und DDPS angemessen regeln.

Sie lehnt auch den Antrag der Delegation von Verwaltungsausschüssen ab, im Voraus zu strafrechtlichen Beschwerden der Föderation in Bezug auf Fälle oder Personen konsultiert zu werden, die Gegenstand der von der Föderation durchgeführten Untersuchung sind.

Dies bezieht sich auf eine Beschwerde des Staatssekretariats für Wirtschaft gegen Anonymous wegen möglicher Verstöße gegen das Exportgesetz. Für den Bundesrat ist dieser Antrag rechtlich und finanziell problematisch.

READ  Zusammenarbeit: Deutschland verpflichtet sich, die makroökonomischen Rahmenreformen in Togo zu unterstützen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.