Deutschland, 1920er Jahre: Welcher Zeitgeist?

Anlässlich der Lancierung der zweiten Ausgabe von und jetzt Das Internationale Festival der Ideen von morgen, eine Partnerschaft zwischen Arte und France Culture, ein Rückblick auf die 1920er Jahre in Berlin. Was für ein Vermächtnis des „Zeitgeistes“ (Zeitgeist), ein Jahrhundert später? Unsere Gäste, Angela Lamb und Thomas Ostermayer, kehren zurück in die Zusammenhänge und Paradoxien der 1920er Jahre, in die dunkle Nachkriegszeit, aber auch in die kulturelle Gärung der deutschen Hauptstadt.

Deutschland / 1920er / Neue Sachlichkeit / August SanderEs ist die erste große Ausstellung zur Kunst und Kultur der Neuen Sachlichkeit in Deutschland. Sie versammelt fast 900 Werke und Dokumente, um ein unvergleichliches Panorama dieser Kunstrichtung zu bieten. Nie zuvor wurde eine „Neue Sachlichkeit“ gezeigt. Der Maßstab in Frankreich, die Ausstellung handelt vom Meisterwerk des Fotografen August Sander Und sein Werk „Menschen des 20. Jahrhunderts“, das Rückgrat der Galerie.

Der neue Themenstrom zur Weimarer Republik wird mit einer Ausstellung eröffnet 1925, in der Kunsthalle Mannheim am 14. Juni 1925 unter dem Titel „Neue Sachlichkeit. Deutsche Malerei seit dem Expressionismus“, kuratiert von Kustos Gustav Friedrich Hartlaub (1884-1963). Strom endet mit Galerie 1933 Organisiert von der NSDAP An gleicher Stelle, diesmal jedoch unter dem Titel „Porträts des Kulturbolschewismus“. Eine Reihe von Werken im Centre Pompidou stammen aus diesen beiden Ausstellungen. „“ Sachlich“, das ist typisch deutsch: es ist neutral, ohne Einfluss, da ist Kälte, Distanz. Es ist eine Geisteshaltung. Erfunden von Friedrich Hartlaub: sehr schnell spricht sich das Wort in diesem Wort aus, „Sachlichkeit“, es wird zu einer Attribut, das die Ära der Zeit zerstört: Scham, Enttäuschung und sogar die Ironiesagt Angela Lambie.

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Die Neue Sachlichkeit ist eine interdisziplinäre Bewegung, die sich über alle Künste ausgebreitet hat: Malerei mit George Gross, Otto Dix, Christian Schad und sogar Max Beckmann, Fotografie mit Albert Ringer Bach, Architektur und Design mit Bauhaus von Walter Gropius, Musik bei Kurt Weil, Literatur und Theater bei Bertolt Brecht – dem Erfinder des epischen Theaters – oder Alfred Döblin, Kino bei Murnau, Pabst etc. Thomas Ostermayr behauptet, indirekt von der Neuen Sachlichkeit im Theater beeinflusst worden zu sein: „Ich habe in Berlin an einer Schule ausgebildet, die ganz in der Tradition Brechts steht„.

Als Erweiterung dieser Ausstellung präsentiert das Centre Pompidou Berlin, unsere Zwanziger, ein reichhaltiges Programm rund um die zeitgenössische Landschaft. Performances, Konzerte, Installationen und Konferenzen großer Künstler, die ihr „Berlin“ hervorrufen werden. Das Centre Pompidou ist bis zum 3. Juli auf Berliner Zeit eingestellt.



33 Minuten

Audioclips:

  • „Es liegt in der Luft“, Auszug aus der gleichnamigen Zeitschrift von Misha Spoliansky, 1928
  • „Berlin im Licht“, komponiert von Kurt Weil und Bertolt Brecht, 1928

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