Deutschland. Bewährungsstrafe für einen Russen, der verdächtigt wird, das Ariane-Projekt auszuspionieren

Ein deutscher Richter hat am Mittwoch einen russischen Wissenschaftler wegen des Verdachts, im Auftrag Moskaus das europäische Raumfahrtprogramm Ariane ausspioniert zu haben, zu einem Jahr Haft verurteilt. Das Landgericht München hat den 30-jährigen Ilnur Nago wegen „Geheimagententätigkeit“ zu einer Geldstrafe von 500 Euro verurteilt.

2.500 Euro für Informationen

Der Angeklagte, ein Doktorand, der seit 2018 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Augsburg (Süd) arbeitet, wird verdächtigt, sich mit Mitarbeitern der russischen Botschaft in München getroffen zu haben, die von November 2019 bis elf Mal für die russische Nation gearbeitet haben Juni 2021. Auslandsgeheimdienst SVR

Justice behauptet, dass Informationen über das Forschungsprogramm der europäischen Trägerrakete Ariane während ihrer Treffen an diese Quelle gesendet wurden und dass sie dafür 2.500 Euro erhalten haben.

Die Stadt Augsburg in Bayern ist Sitz mehrerer Tochterunternehmen des Ariane-Projekts.

Die Beklagte behauptet, dass es sich um Open-Access-Dokumente handele

Illinois Nagov räumte diese Tatsachen ein, versprach jedoch, dass es sich um frei zugängliche Dokumente handelte, insbesondere von den Webseiten wissenschaftlicher Konferenzen, die von den Gerichten anerkannt wurden.

Er behauptete, dass sein Geständnis durch Folter erlangt worden sei und dass sein Geständnis durch Folter erlangt worden sei. „Ich habe kein Interesse daran, als Geheimagent zu arbeiten“, hatte er sich zu Beginn des Prozesses am 17. Februar eingeredet.

In seinem milden Urteil berücksichtigte das Gericht am Mittwoch sein sauberes Vorstrafenregister und sagte, dass Ilnur Nagov seinen Job verloren habe und dass bei freiem Zugang zu allen gesendeten Dokumenten „kein sichtbarer Schaden für die Bundesregierung Deutschlands und die dort ansässigen Forschungsinstitute.“

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Ein angespanntes Umfeld

Der Test findet vor dem Hintergrund intensiver Spannungen zwischen Russland und dem Westen seit dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine statt. Zudem haben Vorwürfe der Cyberspionage gegen Russland die Beziehungen zwischen Moskau und Berlin in den vergangenen Monaten verschlechtert.

Ein deutscher Richter hat Ende Oktober einen ehemaligen Mitarbeiter einer Computersicherheitsfirma zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er Daten über das deutsche Abgeordnetenhaus nach Russland geschickt hatte.

Anfang April klagte die Bundesanwaltschaft einen Offizier der deutschen Wehrmacht der Spionage für Russlands Interessen zwischen 2014 und 2020 an.

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