Deutschland hat sein Potenzial zur Versorgung der Ukraine nahezu ausgeschöpft

Wegen fehlender Lagerbestände erwägt Berlin nun Lieferungen direkt durch die Rüstungsindustrie.

Deutschlands Verteidigungsminister sagte am Samstag, Deutschland habe seine Möglichkeiten, die Ukraine mit Ausrüstung aus den Reserven der eigenen Armee, der Bundeswehr, zu beliefern, nahezu ausgeschöpft, arbeite aber an Lieferungen, die direkt von der Rüstungsindustrie geliefert würden. Verteidigung, Christine Lambrecht.

„Was die Lieferungen von Bundeswehraktien angeht, muss ich ehrlich sagen, dass wir inzwischen an der Grenze sind“, sagte der Minister der Augsburger Allgemeinen Zeitung.

Die Bundeswehr müsse handlungsfähig bleiben und „die Landesverteidigung und die Verteidigung der Atlantischen Allianz“ (NATO) gewährleisten können.

„Das heißt aber nicht, dass wir nicht mehr für die Ukraine tun können, deshalb haben wir in Kiew deutlich gemacht, was die Branche direkt bieten kann“, so Lambrecht weiter. Berlin berate sich „in dieser Angelegenheit ständig mit der Ukraine“.

Bis zum russischen Einmarsch am 24. Februar zögerte Deutschland aus historischen Gründen, Waffen an die Ukraine zu schicken, die es angesichts der zunehmenden Spannungen mit Moskau forderte. Dann lenkte Bundeskanzler Olaf Schultz um, und die ukrainischen Streitkräfte erhielten bereits Panzerabwehrwaffen, Raketenwerfer und Boden-Luft-Raketen aus Berlin.

Diskussion über das Versenden von Waffen

Doch der Ukraine-Konflikt werfe ein grelles Licht auf den „erschreckenden“ Zustand der Bundeswehr, sagte die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Hogel, während ein höherer Offizier von einer „eher trockenen“ Armee sprach.

Der diplomatische Chef der Ukraine, Dmytro Kuleba, forderte die NATO-Mitglieder am Donnerstag auf, sie schnell mit mehr militärischer Ausrüstung, einschließlich schwerer Waffen, zu versorgen.

„Es ist klar, dass Deutschland angesichts seiner Reserven mehr tun kann“, sagte er.

Insbesondere die Ukrainer forderten Berlin auf, hundert Marder-Panzerfahrzeuge zu liefern. Die Bundeswehr besitzt solche Verbindungen, die von der deutschen Firma Rheinmetall hergestellt werden.

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Konzernchef Armin Baberger sagte diese Woche dem Spiegel, Rheinmetall könne in kürzester Zeit rund zwei Dutzend gepanzerte Fahrzeuge, die derzeit in Wartung sind, für die ukrainischen Streitkräfte vorbereiten.

Laut deutschen Medien wird die Frage einer solchen Lieferung von Sicherheitsexperten der Regierung diskutiert, weil sie Fragen zur technischen Machbarkeit, zu logistischen Verzögerungen und zur Aufrechterhaltung der Modernisierung des deutschen Arsenals aufwirft.

Deutschland wird seine Militärausgaben in diesem Jahr drastisch erhöhen und einen außerordentlichen Fonds in Höhe von 100 Milliarden Euro schaffen, um seine Armee zu modernisieren, mit dem Ziel, die von der NATO empfohlenen 2 % des BIP zu erreichen.

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