Deutschland: Ifo prognostiziert für 2022 ein geringeres Wachstum und mehr Inflation

BERLIN (Reuters) – Die deutsche Wirtschaft dürfte in diesem Jahr aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine schwächer wachsen als erwartet, teilte das ifo Institut der deutschen Wirtschaft am Mittwoch mit.

Sie erwartet nun ein BIP-Wachstum von 2,5 % für das Gesamtjahr gegenüber einer Prognose von 3,1 % im März. Das Institut prognostiziert zudem eine Inflationsrate von 6,8 % statt 5,1 %.

„Anfang des Jahres führten höhere Preise zu einem Kaufkraftverlust der Haushalte und damit zu einem Rückgang des Warenkonsums“, sagt Ifo-Ökonom Timo Walmershauser.

Er fügte hinzu: „Das Wirtschaftswachstum liegt derzeit noch 1 % unter dem Niveau vor der Pandemie Ende 2019, aber wir erwarten eine allmähliche Verlangsamung der Rohstoffpreissteigerungen und weniger Engpässe im zweiten Halbjahr dieses Jahres.“

Ifo rechnet für 2023 mit einer Wachstumsrate von 3,7 %.

Darüber hinaus hat das Institut IfW die Inflationserwartungen für Deutschland von zuvor 5,8 % auf 7,4 % im Jahr 2022 und von 3,4 % auf 4,2 % im Jahr 2023 angehoben.

Das IfW, Teil des Ausschusses der Wirtschaftsinstitute, der die Bundesregierung berät, beließ es jedoch bei seiner Schätzung des BIP-Wachstums von 2,1 % für das Jahr. Für 2023 revidierte sie hingegen ihre Prognose leicht und erreichte 3,3 % gegenüber zuvor 3,5 %.

(Berichterstattung von Renee Wagner; Schreiben von Miranda Murray; Französische Version von Laetitia Volga; Redaktion von Kate Enteringer)

Siehe auch  AOF / Wirtschaftsagenda - Woche vom 24. Mai 2021

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