Deutschland lehnt belarussischen Einwanderungsantrag ab | International | DW

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko wirft der EU Verhandlungsverweigerung vor. Die Spannungen zwischen Minsk und Brüssel hängen mit dem Schicksal von rund 2.000 Migranten zusammen, die noch immer an der polnischen Grenze und damit vor den Toren der Europäischen Union gestrandet sind. Alexandre Lukatschenko hat Deutschland nun aufgefordert, diese Menschen, meist Kurden aus dem Irak, willkommen zu heißen. Aber Berlin weigert sich.

Familien versammeln sich im Hangar von Bruskys Logistikzentrum auf weißrussischer Seite

“Inakzeptable Lösung”

Die Bundesregierung wird den einstweiligen Verfügungen von Präsident Lukaschenko nicht nachkommen. Berlin weigert sich, die 2.000 an der Grenze zwischen Weißrussland und Polen gestrandeten Migranten aufzunehmen, was laut Merkel eine “inakzeptable Lösung” für Deutschland und Europa sei.

Der weißrussische Präsident hat Deutschland und der Europäischen Union in zwei Telefongesprächen vorgeworfen, Versprechen des Bundespräsidenten zu verletzen.

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“[Angela] Merkel versicherte mir, das Thema auf EU-Ebene zu prüfen. Vor Reportern angekündigt. Aber sie haben es nie in Betracht gezogen. Die Kontakte, die sie mir versprach, wurden nicht einmal hergestellt.

Alexander Lukaschenko hatte bereits vergangene Woche gesagt, der Präsident werde einen “humanitären Korridor” zur Ausweisung von Einwanderern nach Deutschland aushandeln.

Informationen aus dem Dementi des deutschen Innenministers.

Katastrophale Lebensbedingungen

Unterdessen verschlechtert sich die Situation von Migranten, vor allem aus Nachbarländern und Ländern des Nahen Ostens.

Fast 2.000 Menschen parkten im Hangar eines Logistikzentrums nahe der polnischen Grenze. Manche müssen trotz der Kälte im Dschungel campen.

Angela Merkel hat der UNO davon erzählt. Er sprach mit dem Hohen Flüchtlingskommissar und dem Chef der Internationalen Organisation für Migration (IOM) über die “katastrophale” humanitäre Lage.

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Deutschland hofft, dass UNHCR und die IOM Zugang zu notleidenden Einwanderern haben und bei Bedarf helfen, “sie sicher in ihre Heimatländer zurückzubringen”.

Vor einigen Tagen erklärte Grill Kofanov von Human Constanta, einer Menschenrechts-NGO, unseren Kollegen im Deutschlandfunk die Lebensbedingungen dieser Menschen in Weißrussland:

Viele kommen zu uns, weil sie weder Englisch noch Russisch sprechen und sich nicht mit Grenzschutzbeamten verständigen können. Aber unserer Organisation, wie auch anderen, kann nicht geholfen werden, weil sie verboten ist. Die Regierung wirft ihnen vor, zu kritisch zu sein.

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Die Europäische Union (EU) hat der Regierung vorgeworfen, als Vergeltung für europäische Sanktionen gegen den belarussischen Präsidenten Tausende von Menschen an die Grenzen Polens, Litauens und Lettlands zu bringen.

Alexandre Lukatschenko bestreitet dies. Aber die EU hält ihre Türen geschlossen.

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