Deutschland: Reserveoffizier wegen Spionage für Russland angeklagt

Ein Reservistenoffizier der Bundeswehr wird am Donnerstag vor einem Richter in seinem Land erscheinen, der beschuldigt wird, zwischen 2014 und 2020 zugunsten Russlands spioniert zu haben. Die für Terrorismus- und Spionagefälle zuständige Bundesanwaltschaft steht im Verdacht, russischen Geheimdiensten Informationen über Reservisten der „Zivilverteidigung“, der Bundeswehr, zur Verfügung gestellt zu haben.

Auch Ralph J., ein Reserveoffizier dieser Einheit, wird laut derselben Quelle verdächtigt, Informationen über die Folgen der seit 2014 gegen Moskau verhängten Wirtschaftssanktionen zu liefern, die Gegenstände am umstrittenen Gaspipeline-Standort Nord liefern sollten. Stream 2, der Russland und Deutschland verbindet, wurde im Februar ausgesetzt.

Mehrere Jahre Haft?

Dieser Mann, der „als Vizepräsident die Führung einer lokalen Verbindung leitete“, soll aus Sympathie für Russland gehandelt haben, ohne laut deutschen Medien für seine Dienste zu bezahlen. die Zeitschrift Der Spiegel Er behauptet, er habe Kontakt zu zwei Mitarbeitern des GRU gehabt, die in Deutschland offiziell als Militärattachés akkreditiert seien.

Im Falle einer Verurteilung durch das Oberlandesgericht Düsseldorf, Ralph J. , der die Tatsachen zugab und dabei angeblich ignorierte, dass einige seiner Bekannten für den russischen Geheimdienst arbeiteten, drohen mehrere Jahre Gefängnis. Seine noch nicht festgelegte zivile Berufstätigkeit ermöglichte ihm auch die Mitarbeit in „mehreren Kommissionen für die deutsche Wirtschaft“.

Two Hats erlaubte ihm zwischen 2014 und März 2020, „bei vielen Gelegenheiten Dokumente und Informationen weiterzugeben, die teilweise aus öffentlichen Quellen, aber auch aus nicht öffentlichen Quellen stammten“. Der Verdächtige habe Moskau auch „persönliche Daten hochrangiger deutscher Militär- und Wirtschaftsbeamter einschließlich ihrer Kontaktdaten“ zur Verfügung gestellt, wie die Bundesanwaltschaft anklagt.

Einladungen bezahlen

Der Reserveoffizier habe auch Auszüge aus dem Weißbuchentwurf der Bundesregierung vorgelegt, in dem Passagen zu den Beziehungen zu Russland nach der Krim-Annexion durch Russland deutlich verschärft worden seien, berichtete der Spiegel. Die Kommunikation mit den Russen erfolgte in Form von persönlichen Treffen, per Telefon und E-Mail sowie WhatsApp-Nachrichten.

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Im Gegenzug werde er bezahlt, vor allem durch „Einladungen zu Demonstrationen, die von russischen Regierungsstellen organisiert werden“. In den vergangenen Jahren haben mehrere mutmaßliche Spionagefälle die Beziehungen zwischen Moskau und Berlin belastet. So verurteilten deutsche Gerichte Ende Oktober einen ehemaligen Mitarbeiter eines Computersicherheitsunternehmens zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung, weil er Daten über den Deutschen Bundestag nach Russland übermittelt hatte.

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