Deutschland skizziert Klimanotfallprogramm im Transport- und Bauwesen Von Reuters

©Reuters. Die deutschen Ministerien für Wirtschaft, Verkehr und Bau haben am Mittwoch Sofortprogramme zur Reduzierung der Emissionen in Bau und Verkehr eingeführt, zwei Sektoren, die die Reduktionsziele im Jahr 2021 nicht erreicht haben.

BERLIN (Reuters) – Die deutschen Ministerien für Wirtschaft, Verkehr und Bau haben am Mittwoch Notfallprogramme zur Reduzierung der Emissionen in Gebäuden und im Verkehr eingeführt, zwei Sektoren, die ihre Kohlendioxid-Reduktionsziele für 2021 nicht erreicht haben.

Im März gab das Umweltbundesamt bekannt, dass die Kohlendioxidemissionen des Verkehrssektors des Landes im vergangenen Jahr 148,1 Millionen Tonnen erreicht haben, gegenüber einem Ziel von 145 Millionen Tonnen.

Der Bausektor hat im vergangenen Jahr 115 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent freigesetzt und damit auch sein Ziel von 112 Millionen Tonnen verfehlt.

Das Notfalltransportprogramm umfasst den Ausbau der Infrastruktur zum Betanken und Laden von Personen- und Nutzfahrzeugen sowie die Aufstockung der Mittel für schwere Nutzfahrzeuge und Radwege.

Sie stellt bis 2030 weitere 250 Millionen Euro für die Fahrradinfrastruktur bereit. Außerdem plant sie, Fernarbeit zu fördern, um die verkehrsbedingten Emissionen zu reduzieren.

Das Verkehrsministerium sagte, diese Maßnahmen könnten die Emissionen des Sektors bis 2030 um etwa 13 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent reduzieren und so die Lücke zwischen dem Ziel und den 2021 erreichten Emissionen ausgleichen.

An der Baufront sieht das neue Programm vor, dass alle neuen Heizsysteme ab 2024 zu 65 % mit erneuerbarer Energie betrieben werden.

Die Regierung plant auch mehr öffentliche Gebäudesanierungen, um sie energieeffizienter zu machen.

Der Plan schlägt auch Maßnahmen zur Förderung der Einführung von Heizsystemen vor, die mindestens 75 % der Wärme aus erneuerbaren Energien und Abwärme erzeugen.

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(Berichterstattung von Reham El Koussa und Marcus Wacht, französische Version von Valentine Baldessari, Redaktion von Kate Enteringer)

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