Deutschland und Spanien sind Europameister in Windkraft

Die Hitzewelle, die Frankreich Mitte Juni heimgesucht hat, erinnert uns wie nie zuvor an die Herausforderung des Kampfes gegen die globale Erwärmung und die Entwicklung erneuerbarer Energien. Richtung Deutschland und Spanien, große europäische Hersteller von Windenergie.

In Deutschland werden bis 2032 2 % der Landesfläche Windkraftanlagen haben

Die Berliner Strom-Grünen haben den Ausbau erneuerbarer Energien zu einem ihrer Schwerpunkte gemacht. Unter ihrem Einfluss hat die Regierung nun einen Gesetzentwurf eingebracht, um mehr Platz für Windkraftanlagen mit einigen regionalen Unterschieden je nach Windeinwirkung bereitzustellen.

Windparks bedecken derzeit 0,8 % des Landes. Ihr Anteil soll bis 2026 auf 1,4 % und bis Ende 2032 auf 2 % steigen. In vielen Regionen verbietet das Gesetz den Bau von Windkraftanlagen im Umkreis von 1.000 Metern um Wohnhäuser. In Bayern, einem der energieintensivsten Industriegebiete, sehen Vorschriften einen Abstand von seiner Höhe zwischen Geräten und einem nahe gelegenen Haus vor. Der Grüne Robert Hebeck, Wirtschaftsminister und Autor des Projekts, rechnet mit Widerspruch. „In vielen Regionen gibt es Proteste, Sorgen und ÄngsteDer deutsche Minister erklärt. Sie müssen ernst genommen werden. Aber es ist ein großer Unterschied, ob man Sorgen ernst nimmt oder sie blockiert.“

„Von diesen Sorgen und Ängsten der vergangenen Jahre werden wir uns nicht ein Stück weit runterziehen lassen.“

Robert Hebeck, Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland

Insgesamt wird das Projekt jedoch im Land gut angenommen. Langsam ändert sich die Meinung, was Claudia Kemfert, Energieexpertin am DIW-Institut in Berlin, nötig machte. „Wir müssen die Prioritäten ändern, um erneuerbare Energien zu schaffenerklärt Claudia Kemfert. Schauen Sie sich an, welches Recht wir auf Kohle haben. Wir haben das Recht zu graben, ganze Dörfer zu verlegen oder Landschaften zu roden … Mit Windkraft haben wir noch kein Recht, weil die Prioritäten bisher anders sind. Dies deutet darauf hin, dass Luft oder Sonnenlicht für das System sehr wichtig sind. Wir brauchen es, um in Richtung mehr Wind- und Solarenergie zu beschleunigen.“ In Deutschland sind laut Allianz bis 2030 80 % des Stromverbrauchs erneuerbar. Bis 2021 sollen 42 % Erneuerbare am deutschen Energiemix beteiligt sein.

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Spanien will seine Windkraft bis 2030 verdoppeln

Spanien ist das fünftgrößte Land der Welt und das zweitgrößte in Europa in Bezug auf Windenergie nach Deutschland. Laut dem Manager des spanischen Stromnetzes ist die Windkraft heute die wichtigste Stromquelle des Landes. Anders als man meinen könnte, setzt Spanien seit 20 Jahren auf Windkraft, nicht auf Solarenergie. Sie ist in dieser Region zu einer Kraft geworden, die nur noch von Europa übertroffen wird. Bis 2021 wird sich Windkraft mit 23 %, Kernkraft mit 21 % und Gas mit 17 % als wichtigste Stromquelle in Spanien etablieren. Laut dem Nationalen Integrierten Energie- und Klimaplan will die spanische Regierung die installierte Leistung bis 2030 verdoppeln.

Laut Mario Sanchez-Herrero von der Website für das neue Energiemodell sind die schwierigsten Ziele: „Was in den letzten Jahren passiert ist, waren Verzögerungen bei der Einrichtung von Parks, hauptsächlich aus administrativen Gründen, Genehmigung von Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie Verzögerungen bei der Lieferung von Materialien und Komponenten aufgrund von Epidemien. Ich denke, es ist schwierig, das Ziel zu erreichen 50 Gigawatt Erdenergie in unserem Land bis 2030. Bis 2021 werden mehr als 46 % der spanischen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stammen, hauptsächlich Wind, aber auch Wasserkraft und Photovoltaik. Das Ziel der spanischen Regierung ist es, bis 2030 74 % zu erreichen, was einen Betrieb von 22 Gigawatt in acht Jahren bedeutet.

Regierungschef Pedro Sanchez gab im April 2022 bekannt, dass Spanien „Es gibt genügend Beweise dafür, ein führendes europäisches Land bei der Produktion und dem Export erneuerbarer Energien zu werden“. Spanien hat Experten zufolge ein großes Potenzial an erneuerbaren Energien und ist daher für Investoren interessant. Im Bereich Windkraft werden nach Angaben des spanischen Windenergieverbandes derzeit 600 Projekte geprüft, insbesondere auf Basis schwimmender Windkraftanlagen.

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Trotz dieser starken Energie gibt es ein großes Problem: die Kommunikation mit anderen Teilen Europas. Um Energie auf die europäischen Märkte zu exportieren, muss Spanien wie Portugal Verbindungen aufbauen, die notwendigerweise durch Frankreich führen. Gemäß den gesetzten Zielen soll der Vernetzungsgrad vor 2030 15 % betragen. Derzeit sind es jedoch weniger als 3 %. Spanische Beamte zeigen sich enttäuscht von Frankreichs Kooperation.

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