Deutschland verkauft einige Anteile an Lufthansa

Der deutsche Staat wird einen Teil seiner Anteile an der Airline-Gruppe Lufthansa verkaufen, an der er 20 % des Kapitals hält, seit ein massiver Rettungsplan angesichts der Coronavirus-Pandemie. Am Montag kündigte der Economic Stability Fund, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die diese Aktien besitzt, an, dass Berlin „einen begrenzten Teil seiner Beteiligung an Lufthansa verkaufen“ werde. Er fügte hinzu, dass dieser Prozess „in den kommenden Wochen“ stattfinden werde und dass er „maximal 5% der Aktien“ gehöre.

Der Konzern, zu dem auch Swiss und Austrian Airlines sowie Brussels Airlines gehören, wurde im Juni 2020 von der Bundesregierung vor der Insolvenz gerettet, als er von der Coronavirus-Pandemie schwer getroffen wurde. Berlin sprach der Gruppe einen massiven 9-Milliarden-Euro-Hilfsplan zu, einschließlich einer allgemeinen Zulassung zur Hauptstadt von bis zu 20%. Aber diese Beteiligung wurde von den Behörden immer als vorübergehend angesehen, da sie aufhören müssen, sobald sich die Situation verbessert. Die „derzeit positive Entwicklung des Unternehmens“, wie dieser Verkauf erklärt, beziehe sich also auf einen Stabilisierungsfonds.

26.000 Jobs sind seit Beginn der Krise verloren gegangen

Der Konzern profitiert von einer relativen Verbesserung des Flugverkehrs nach dem durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Einbruch. Damit halbierte Lufthansa ihren Nettoverlust im zweiten Quartal innerhalb eines Jahres. Das Unternehmen rechnet sogar mit Gewinnen für das dritte Quartal, das erste seit Beginn der Gesundheitskrise.

Die Airline-Gruppe hat außerdem eine umfassende Umstrukturierung vorgenommen, um angesichts der Krise Kosten zu senken. Bis 2023 werden 150 Flugzeuge entlassen, und seit Beginn der Krise wurden bereits fast 26.000 Stellen abgebaut. Diese Maßnahmen sollen ab 2024 zu jährlichen Einsparungen von 3,5 Milliarden Euro führen, insbesondere bei einer Reduzierung der Personalkosten um 1,8 Milliarden Euro.

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Die Hauptversammlung Mitte Juni stimmte schließlich der Einwerbung anstehender Mittel zu, die sich auf 5,5 Milliarden Euro belaufen könnten.

(mit AFP)

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