Deutschlands „Silicon Saxony“ hofft, von dem europäischen Plan profitieren zu können

Am Dienstag, 8. Februar, begrüßte Berlin die am selben Tag angekündigte Initiative der Europäischen Kommission, die Mikroelektronikindustrie durch ein öffentliches Investitionsprogramm in Höhe von 42 Milliarden Euro zu unterstützen. Ziel ist es, den Anteil Europas am Halbleitermarkt bis 2030 von 10 % auf 20 % zu verdoppeln.

Deutschland, das derzeit für die Halbleiterknappheit seiner Autoindustrie teuer bezahlt, will dieses Vorhaben nutzen, um Investitionen in einem Sektor anzuziehen, in dem es sich gut aufgestellt sieht. Das Kompetenzzentrum im sächsischen Dresden, seit Anfang der 2000er Jahre als „Silicon Saxony“ bekannt, ist der erste europäische Standort für Mikroelektronik.

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Berlin hofft vor allem auf die Unterstützung der Giganten der Branche, Taiwans TSMC und American Intel, in Gesprächen mit der Regierung, um in ihr Produktionsfahrzeug in Europa zu investieren. Im Interview mit der Deutschen Tageszeitung Handelsblatt 4. FebruarPat Gelsinger, Präsident der Intel Corporation, kündigte an, dass er übernehmen werde „in den kommenden Monaten“ Seine lang erwartete Entscheidung über den Standort seiner zukünftigen europäischen Fabriken.

Laut mit der Sache vertrauten Kreisen stellt die Zeitung fest, dass Deutschland gute Chancen hat, von Intel ausgewählt zu werden … ebenso wie Frankreich, Italien, Belgien oder die Niederlande, die eine lange Tradition im Bereich der Mikroelektronik haben. Alles hängt von der Hilfe ab, die die Regierungen den Projekten des US-Präsidenten geben wollen, der auf mindestens 8 Milliarden Euro hofft.

Technische Wettbewerbsfähigkeit

Sollte sich Intel für Deutschland entscheiden, wäre dies ein neuer Win-Win-Schritt für den Dresdner Pol in Sachsen. Im Juni 2021 feierte die Stadt bereits eine Großinvestition: Der deutsche Konzern Bosch, der weltgrößte Autozulieferer, eröffnete dort sein neues Halbleiterwerk, einen Eckpfeiler seiner Strategie für selbstfahrende Autos. Die stark abgesicherte Investition von 1 Milliarde Euro ist die größte in der Geschichte der Gruppe.

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Die Anlage ist die erste ihrer Art, die vor zwanzig Jahren in Deutschland gebaut wurde. In der Region sind heute 70.000 Menschen in der Branche in 2.500 Unternehmen beschäftigt, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette tätig sind. Das aktuelle sächsische Glück ist die Vergeltung für eine seit langem von der öffentlichen Hand unterstützte industrielle Position, durch die Auswirkungen der Geschichte und die Auswirkungen der wirtschaftlichen Situation. Das Spezialgebiet der Mikroelektronik geht auf die Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zurück.

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