Die Deutschen eilen zum Monatsplan für 9 €

Um die Auswirkungen der Inflation zu mindern, bietet die Bundesregierung Autofahrern an, ihr Auto in der Garage zu lassen. Vom 1. Juni bis 30. September finanziert das Land dieses bundesweit gültige Vorteilspaket im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr.

In Zeiten steigender Kraftstoffpreise vervielfachen sich die finanziellen Anreize, in Europa Bahn zu fahren. Neueste Folge: Deutschland. Unsere Nachbarn können diesen Sommer für 9 € pro Monat so viel reisen, wie sie wollen.

Diese Monatskarte gilt in allen öffentlichen Nah- und Regionalverkehrsnetzen des Landes. Und sie sind viele. Allein auf dem Schienennetz verkehren täglich 7000-dB-Reggio-Züge, das Äquivalent der französischen TERs, über den Rhein.

Das dreidimensionale Ziel: die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel statt des Autos zu fördern, um den CO2-Ausstoß des Landes zu reduzieren (nur 6 % der Deutschen nutzen die Bahn, um in ihrem Land Urlaub zu machen), aber vor allem die Importe zu reduzieren und einzusparen Öl und Kraftstoff. Die Kaufkraft der Deutschen belastet mit einer sich beschleunigenden Inflation.

Fast 200.000 Tickets wurden verkauft

In einem Land, in dem das Eisenbahnnetz gut verflochten ist, wird die Initiative begrüßt. Als die ersten Tickets, gültig für den Monat Juni, am vergangenen Freitag in den Verkauf gingen, stürzten sich die Deutschen auf ein solches Angebot, dass es keine voreingestellte Verkaufsobergrenze gab.

Etwa 50.000 dieser Tickets verkauft Montagmorgen über die digitalen Kanäle der Deutschen Bahn (Betreiber der Bundesbahnen). Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verkauften in drei Tagen fast 130.000 Fahrkarten. „Die ersten Tage haben gut angefangen“, sagte ein Sprecher des Transportunternehmens der deutschen Presse.

Es ist klar, dass eine solche Operation erhebliche Kosten verursacht. Daher muss der Bund den regionalen Akteuren im Bereich des ÖPNV einen finanziellen Ausgleich zahlen. Die derzeit für diesen Prozess bereitgestellten Gesamtmittel belaufen sich auf 2,5 Milliarden Euro. Der Bundesrat, der die Maßnahme am Freitag verabschiedete, forderte weitere 1,2 Milliarden.

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Zins-Kosten-Verhältnis

Diese Karte mit unbegrenzter Nutzung kann auch einige nachteilige Auswirkungen haben, da viele dieser Regionalzüge normalerweise überfüllt sind. Die DB hat bereits davor gewarnt, dass Fahrradstellplätze in Zügen reduziert oder sogar eliminiert werden, um die Zugkapazität zu erhöhen. Es wird auch mehr Züge verteilen, um die Nachfrage zu befriedigen.

Denken Sie daran, dass Luxemburg und Österreich Jahreskarten eingeführt haben, die das ganze Jahr über eine unbegrenzte Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ermöglichen. In Österreich bietet das Klimaticket diese Möglichkeit für 3 Euro pro Tag an. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis solcher Maßnahmen wird jedoch lebhaft diskutiert, insbesondere im Hinblick auf das Austrocknen von Investitionen in die Infrastruktur.

Oliver Schechbortich BFM Wirtschaftsjournalist

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