Europa endet im Rückzug, Risikoaversion geht weiter

von Claude Shingo

PARIS (Reuters) – Die europäischen Aktienmärkte schlossen am Dienstag niedriger ab und die Wall Street handelte in einer unentschlossenen Sitzung inmitten der Risikoaversion an den Aktienmärkten inmitten von Inflationsängsten und Zweifeln hinsichtlich der Unternehmensergebnisse des dritten Quartals.

In Paris fiel der CAC 40-Index um 0,34% auf 6.548,11 Punkte. Der britische FTSE verlor 0,23 % und der deutsche DAX verlor 0,34 %.

Der EuroStoxx 50 Index verlor 0,43%, der FTSEurofirst 300 Index verlor 0,12% und der Stoxx 600 Index verlor 0,07%.

Der Trend an den Aktienmärkten bleibt aufgrund mehrerer Faktoren fragil, angefangen bei den Schwierigkeiten des chinesischen Immobilienriesen Evergrande, der mehreren Quellen zufolge keine Zinsen für seinen am Montag fälligen Anleihekredit zahlte.

Höhere Öl- und Metallpreise haben auch Inflationsängste in einem Umfeld geschürt, das immer noch von Spannungen in den Lieferketten dominiert wird.

Auch in Deutschland hat sich die Anlegerstimmung in den letzten Wochen stärker als erwartet eingetrübt, wie die monatliche Umfrage des ZEW-Instituts vom Dienstag zeigt.

Schließlich senkte der Internationale Währungsfonds seine globale Wachstumsprognose für dieses Jahr von 6,0 % im Juli auf 5,9 %.

Wert

In Europa verzeichneten die von der Wirtschaftslage besonders betroffenen Sektoren Rohstoffe (-0,5 %) und Automobil (-0,26 %) einen der stärksten Rückgänge.

Defensive Teilfonds wie Versorger (+0,85%) und Immobilien (+1%) verzeichneten hingegen deutliche Zuwächse.

Wertmäßig fiel die easyJet-Aktie um 3,44%, nachdem sie für das Ende September endende Geschäftsjahr einen jährlichen Verlust von 1 Milliarde Pfund erwartet hatte.

Der Luxusriese LVMH, eines der ersten europäischen Unternehmen, das nach dem Shutdown die Ergebnisse des dritten Quartals veröffentlichte, endete mit einem Plus von 0,34%. Nach dem Handelsschluss gab das Unternehmen einen Anstieg der organischen Daten um 20 % beim Umsatz im dritten Quartal bekannt.

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Wall Street

Zum Zeitpunkt des Börsenschlusses in Europa waren die Indizes Dow Jones, Standard & Poor’s 500 und Nasdaq praktisch stabil, aber die Indizes schwankten während der Sitzung abwechselnd in Rot und Grün.

Sektorweit bewegen sich zehn der elf führenden S&P-500-Indizes im positiven Bereich, die Gewinne bleiben jedoch vor der Veröffentlichung der Unternehmensgewinne bescheiden. In den USA eröffnete am Mittwoch JPMorgan Chase & Co (-0,35 %) den Ball.

Bei den Werten unterstützt Tesla (+1,88 %) den Trend nach Rekordverkäufen von Autos in China im September, während CureVac um etwa 7 % nachgibt, nachdem das deutsche Labor einen Antrag auf Rücknahme der den europäischen Behörden zur Genehmigung eines experimenteller Impfstoff der ersten Generation gegen COVID-19.

Auf der anderen Seite stieg die Aktie von MGM Resorts International um 6,9 % und profitierte von den erhöhten Empfehlungen der Credit Suisse.

die Änderungen

Auf dem Devisenmarkt ist der Dollar angesichts der Zinserhöhungen weiterhin im Aufwind und stieg um 0,12% gegenüber einem Korb von Benchmark-Währungen.

Der Euro verlor 0,11% gegenüber dem Dollar auf 1,1540 USD.

Rate

Die Anleiherenditen steigen angesichts der wachsenden Risikoaversion weiter. Zehnjährige US-Staatsanleihen bei 1,6084%. Das deutsche Pendant, der wichtigste Indikator für die Eurozone, stieg um drei Basispunkte auf -0,0950%. Die französischen Renditen fälliger Anleihen schlossen 2,4 Basispunkte höher bei 0,2380%.

Öl

Auf dem Ölmarkt fielen die Preise für Brent-Rohöl um 0,38 % auf 83,33 und die Preise für leichtes US-Rohöl (West Texas Intermediate WTI) fielen um 0,1 % auf 80,45 USD. Das schwarze Gold, getragen von unzureichender Produktion und einer starken wirtschaftlichen Erholung in der Welt, befindet sich immer noch in der Nähe seines höchsten Stands seit fast drei Jahren.

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(Berichterstattung von Claude Chandjo, Redaktion von Jean-Michel Belleau)

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