Festakt zur Rückgabe von fünf geraubten Werken Deutschlands an die Erben von Georges Mandel

Elizabeth Bourne, die Premierministerin, leitete an diesem Freitag, dem 15. Juli, eine Zeremonie für die Rückgabe von fünf Büchern des ehemaligen republikanischen Ministers Georges Mandel durch Deutschland, einem Juden, der ausgeraubt wurde und am 7. Juli 1944 für Frankreich starb.

Bei dieser Gelegenheit erinnerte der Premierminister in Anwesenheit Seiner Exzellenz Hans Dieter Lucas, Botschafter Deutschlands in Frankreich, an den Wunsch der Regierung, die Maßnahmen zur Wiederherstellung der beschädigten Werke fortzusetzen. Auch für Gedächtnisarbeit. Er unterstrich auch die Geste deutscher Unternehmen als Symbol der deutsch-französischen Freundschaft, des Vertrauens und der Versöhnung.

Bücher, die 1940 bei der Plünderung der Wohnung von Georges Mandel durch deutsche Soldaten geborgen wurden. Verwahrt wurden sie von der Staatsbibliothek zu Berlin und der Universitätsbibliothek Dresden, die sich 2019 in vorbildlicher Weise an die Opferentschädigungskommission gewandt haben. Spoliation (CIVS), um diese Bücher an die Erben von Georges Mandel zurückzugeben.

Die Rückgabe von NS-Raubgut ist eine gemeinsame Forderung Frankreichs und Deutschlands. In Frankreich wurden in über zwanzigjähriger Tätigkeit von CIVS viele geplünderte Besitztümer geborgen. Unter der Leitung von Premierminister Édouard PHILIPPE verstärkte CIVS 2018 seine Befugnisse in diesem Bereich und wird seit 2019 von der Forschungs- und Restaurierungsarbeit des Kulturministeriums unterstützt. Das Gesetz vom 21. Februar 2022 ist ein weiterer Beweis für diese Freiwilligkeit: Vom Parlament einstimmig angenommen, ermöglichte es die Rückgabe von fünfzehn Werken aus der geplünderten öffentlichen Sammlung an die Familien der Opfer.

Die Bibliothek von Georges Mandel umfasste mehr als 15.000 Bücher. Georges Mandel, der aus einer bescheidenen Pariser jüdischen Familie stammte, stellte sich kompromisslos gegen den Faschismus. Zuerst Journalist, dann Mitglied der Gironde und mehrmals Minister, demonstrierte er sein Engagement im Dienst einer starken und anspruchsvollen Republik. Als er die Notwendigkeit erkannte, den Kampf fortzusetzen, weigerte er sich, sich Nazideutschland zu ergeben. Für ihn begann eine Karriere in der Internierung, bis er am 7. Juli 1944 von der Miliz im Wald von Fontainebleau ermordet wurde.

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Da diese Woche der 80. Jahrestag der Einkreisung von Vél‘ d’Hiv begangen wird, muss die Erinnerungs- und Wiedergutmachungsarbeit fortgesetzt werden. Die Regierung engagiert sich voll und ganz für CIVS durch ihre feste Unterstützung und Unterstützung der Arbeit, die unternommen wird, um Reformen durchzuführen.

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