Kanada liefert Turbinen für die russische Gaspipeline Nord Stream 1

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Kanada wird schließlich die Gasturbinen an Deutschland zurückgeben, die für den Antrieb der Nord Stream 1-Pipeline benötigt werden, einer wichtigen Gaspipeline, die russisches Gas nach Deutschland liefert. Aber das Land ist immer noch nicht ganz friedlich.

Mit unserem Korrespondenten in Berlin, Nathalie Versieux

Seit Mitte Juni bezieht Deutschland nur noch 40 % seiner normalen Gasversorgung aus Russland. Eine wirtschaftliche Katastrophe für dieses Land, das so abhängig von russischem Gas ist.

Offiziell rechtfertigt Moskau mit europäischen Sanktionen eine starke Reduzierung der Lieferungen pro Monat. Bislang hinderten Sanktionen die kanadische Tochtergesellschaft Siemens daran, die für den Betrieb notwendige – inzwischen reparierte – Gaspipeline nach Russland zurückzugeben.

Berlin glaubte dieser Version nicht. Mit der bevorstehenden Rückgabe von Siemens-Turbinen nach Russland steht der Rückführung russischen Gases nach Deutschland nichts mehr im Wege.

Was die deutsche Wirtschaft anbelangt, wird bis Ende des Monats alles entschieden, wenn Nord Stream 1 nach der morgen beginnenden feierlichen Sommerwartung wieder in Betrieb gehen soll.

Der Termin wird von Präsident Olaf Scholes mit Spannung erwartet, der befürchtet, dass Moskau neue technische Schwierigkeiten auslösen wird, um die Gaspipeline diesmal vollständig abzusperren.

Weiterlesen: Wird Europa diesen Winter ohne russisches Gas zittern?

Siehe auch  Deutschland. Reichweite: Ihr Test bitte!

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