Maersk erwirbt Logistikabteilung von Li & Fung aus China für 3,6 Milliarden US-Dollar

Der dänische Reedereiriese AP Moeller-Maersk hat am Mittwoch die Übernahme des Logistikzweigs von Chinas Li & Fung für 3,6 Milliarden US-Dollar angekündigt und damit sein Angebot in Asien mit Rekordergebnissen erweitert. „Die Übernahme wird das Logistik- und Dienstleistungsangebot von Maersk für seine Kunden verbessern (…) und zielt auf das schnell wachsende asiatische Verbrauchersegment abDas teilte der Besitzer in einer Pressemitteilung mit.

Dieser Geschäftsbereich, LF Logistics, ist ein wichtiger Lieferkettenpartner für viele multinationale Mode-, Einzelhandels- und Konsumgütermarken in den asiatisch-pazifischen Märkten, sagte Maersk, der eine zusätzliche Zahlung von bis zu 160 Millionen US-Dollar bereitstellt. Der Deal soll nach Angaben des dänischen Konzerns im Jahr 2022 abgeschlossen sein. LF Logistics beschäftigt 10.000 Mitarbeiter und verfügt über 223 Lager in 14 Ländern im asiatisch-pazifischen Raum.

Der weltweit führende Reeder

Die Akquisition ist Teil der Strategie des Konzerns, Transport- und Logistikanlagen an Land oder in der Luft über das Kerngeschäft Marine hinaus zu ergänzen. Im November hatte der dänische Konzern bereits das deutsche Luftfrachtunternehmen Senator International übernommen, um die Lieferketten angesichts der Überlastung des Seeverkehrs flexibler zu gestalten.

Maersk, der weltgrößte Reeder, hat sich in den letzten Jahren neu auf Transport und Logistik konzentriert. Sie hat 2017 ihre Ölsparte an TotalEnergies verkauft und ihre seit April 2019 an der Kopenhagener Börse notierte Explorationstochter im November mit American Noble fusioniert.

Maersk und seine Konkurrenten MSC oder CMA CGM profitieren derzeit von der Sättigung des weltweiten Schiffsverkehrs. Die zu Beginn der Coronavirus-Krise schwache Schifffahrtsnachfrage hat sich seitdem mit großer Kraft erholt und die Finanzen der dänischen Wirtschaft gestärkt.

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Nach einem außergewöhnlichen Sprung im ersten Halbjahr hat sich der Nachfrageanstieg im dritten Quartal (+2,5%) gegenüber den ersten sechs Monaten des Jahres etwas verlangsamt. Der Güterverkehr, insbesondere die Seefracht, hat Schwierigkeiten, die Nachfrage zu befriedigen, was zu einer Verknappung von Containern und höheren Transportkosten führt.

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