Öffentliche Verkehrsmittel: Deutschland macht die erste Schätzung einer Monatskarte 9 Euro

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Die Bundesregierung hat zum 1. Juni ein Nahverkehrsticket für 9 Euro eingeführt, das einen Monat lang in allen Stadt- und Regionalbahnen gültig ist. Die Operation soll bis Ende August dauern.

Von unserem Korrespondenten in Berlin,

Zwei Klicks und ein paar Münzen… Das 9-Euro-Ticket verkaufte sich im Juni 16 Millionen Mal. Die Begeisterung des Publikums ist unbestreitbar. Die Hälfte der Käufer verzichtete auf das Auto und 12 % wollten es mit öffentlichen Verkehrsmitteln versuchen.

Die Fahrten mit dem ÖPNV nehmen deutlich zu, die Ankünfte steigen um rund 10 %, Christian Winkler von den DLR-Sonderberichten. Zwar wurden viele Fahrten durch öffentliche Verkehrsmittel ersetzt. Hauptsächlich in Bezug auf die Freizeit: am Wochenende, für Ausflüge, ins Theater oder zum Einkaufen. Es gibt auch Personen, die den öffentlichen Verkehr nutzen, um zur Arbeit zu kommen, aber dieser Trend ist viel weniger ausgeprägt. »

Ein Milliarden-Euro-Experiment im Monat

Ist die Begeisterung für das 9-Euro-Ticket im ganzen Land gleich? Das ist eine der Fragen, die sich Transportprofis stellen. Alistair Loder betreut zwei Studien zum 9-Euro-Ticket an der Technischen Universität München. Dort erwartete die Lehrer eine Überraschung auf der Ebene der sozio-professionellen Kategorien.

Als Forscher haben wir die Hypothese aufgestellt, dass wohlhabendere Familien mehr an einem 9-Euro-Ticket interessiert wären als wohlhabendere Familien. 9 Euro pro Betriebsmonat im Vergleich zu zwei kompletten, was einer Ersparnis von 90 bis 150 Euro entspricht. Was wir aber sehen, ist, dass die Zinsen für das 9-Euro-Ticket die Höhe des Einkommens nicht beeinflussen. »

Von besonderem Interesse für die Regierung ist die Frage, ob die Erfahrung mit dem 9-Euro-Ticket, das drei Monate lang aufbewahrt wird, Autofahrer dazu ermutigt, das Auto in der Garage zu lassen. Denn der öffentliche Nahverkehr, der heute in Deutschland organisiert ist, scheint nicht großartig zu sein. Systemüberlastungen und Zugverspätungen sind legendär. Die Regierung hat enorme Investitionen versprochen, um den ÖPNV attraktiver zu machen.

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In der Zwischenzeit hat der liberale Finanzminister letzte Woche etwas Hoffnung verloren, als er sagte, dass das neun Euro teuerste Ticket für den Staat nicht nachhaltig sei. Nach seinen Berechnungen würde der Test 1 Milliarde Euro pro Monat kosten.

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