Spezielles Regenbogenstadion für Deutschland-Ungarn, Münchner Konter

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Eine Regenbogenfahne weht vor dem Münchner Rathaus, 11. Juli 2020 (Illustrationsbild).

Euro 2021 – Gibt es kein Stadion im Regenbogenlicht? Macht nichts, es wird die Stadt sein. Die UEFA verbietet Stadionbeleuchtung zur Unterstützung der ungarischen Schwulenszene, die Münchner Stadtverwaltung hat eine Show gefunden, gegen die der europäische Fußballverband nichts ausrichten kann.

Die Initiative der Münchner Stadtverwaltung während des Deutschland-Ungarn-Spiels am Mittwoch, 23. Juni, zielt darauf ab, die Verabschiedung des ungarischen Anti-Homosexuellen-Gesetzes zu verurteilen. Aber die UEFA hat sich am Dienstag unter dem Vorwand der „politischen Neutralität“ dagegen ausgesprochen und selbst wenn sie behauptet, die geförderten Werte der Toleranz zu teilen.

„Ein klares Signal an Ungarn und die Welt“

Dieses Argument und diese Wahl brachten ihm eine Flut von Kritik ein. In München reagierte der Oberbürgermeister schnell auf eine als „beschämend“ geltende Entscheidung: Er kündigte an, dass die Stadt viele Gebäude der Stadt in Ermangelung eines Stadions in Regenbogenfarben schmücken werde.

Der Sozialdemokrat Dieter Reiter sagte gegenüber Reportern und kündigte an, dass das Rathaus oder der Turm und die Mühle in der Nähe der Allianz Arena (im Besitz von Bayern München) mit Regenbogenfahnen geschmückt würden.

Die mit Amnesty International verbundenen Organisatoren der Münchner Pride-Rallye planen, 11.000 Flaggen an die Zuschauer zu verteilen (aufgrund von Einschränkungen aufgrund von Covid-19 werden nur 14.000 Plätze belegt).

Regenbogen überall

In Deutschland, wo das Thema den Namen „Regenbogentor“ trägt, sind andere Solidaritätsinitiativen aufgeblüht: Die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Barbock forderte das ganze Land auf, am Mittwoch seinen Regenbogen zu zeigen, der deutsche Privatsender ProSieben entschied sich für regenbogenfarbene Kleidung .

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Auch die Fußballvereine Frankfurt und Köln kündigten an, ihre Stadien am Abend mit diesen Farben zu beleuchten. „Die Entwicklungen in Ungarn sind beängstigend, vor allem aber ein Signal“, sagte Trainer Alexander Wehrl vom FC Köln.

Die Entscheidung der UEFA sorgte nicht nur in Deutschland für Aufregung. Der Staatsminister für europäische Angelegenheiten, Clement Bonn, sagte, er „bedauere diese Entscheidung“, die „ein sehr starkes Symbol“ gewesen wäre. Er äußerte auch „ernsthafte französische Besorgnis“ über das ungarische Gesetz.

Gary Lineker, der frühere Ruhm des englischen Fußballs, dessen Stimme nach Europa schallt, twitterte sofort: „Mach es trotzdem München, mach es. Mach das Licht an, damit die Welt es sieht.“ Auch der französische Stürmer Antoine Griezmann twitterte ein Foto des Münchner Stadions, das bereits in der Vergangenheit in Regenbogenfarben erstrahlte.

Im zunehmend konservativen Ungarn verabschiedete das Parlament am 15. Juni ein Gesetz, das die „Werbung“ von Homosexualität gegenüber Minderjährigen in audiovisuellen Programmen, Büchern oder Werbung verbietet, als Teil eines Arsenals von Maßnahmen zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern.

Zwischen der falschen und schockierenden Mischung aus Homosexualität, Kindesmissbrauch und Angriffen auf Menschenrechte und Meinungsfreiheit löste die Entscheidung Empörung in Ungarn und anderswo aus. Mit der Beleuchtung des Stadions wollte die Stadt München ein „deutliches Zeichen der Solidarität mit der LGBTI-Gemeinschaft in Ungarn“ setzen.

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