Stärkerer Anstieg der Industrieaufträge als erwartet im Januar

BERLIN (Reuters) – Die deutschen Industrieaufträge stiegen im Januar doppelt so stark wie erwartet, wie offizielle Statistiken am Freitag zeigten, da die starke Auslandsnachfrage die Inlandsnachfrage in Europas größter Volkswirtschaft mehr als verdoppelte.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Destatis stiegen die Industrieaufträge saisonbereinigt um 1,4%, nachdem sie im Dezember um 2,2% (revidiert) zurückgegangen waren.

Der Reuters-Konsens prognostizierte einen Anstieg um 0,7%.

Die Inlandsbestellungen gingen im Januar um 2,6% zurück, während die Bestellungen aus dem Ausland um 4,2% zunahmen. Bei Verträgen im Euroraum betrug der Anstieg 3,9%.

Die deutschen Fabriken haben während der Pandemie Probleme, die wachsende Auslandsnachfrage zu befriedigen. Dies hat dazu beigetragen, dass die Binnenwirtschaft im letzten Quartal 2020 nicht schrumpft, und die niedrigeren Konsumausgaben angesichts der teilweisen Eindämmung ausgeglichen, die die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen soll.

Die starke Nachfrage aus China, den USA und Europa hat das Wachstum der deutschen Industrietätigkeit im Februar auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gebracht und die Aussichten für Europas größte Volkswirtschaft verbessert.

Die durch die Gesundheitssituation auferlegten Beschränkungen wirkten sich jedoch auf die deutschen Verbraucherausgaben aus und führten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag zu einem unerwartet starken Rückgang der Einzelhandelsumsätze im Januar.

Die gute Exportleistung und die gute Aktivität im Bausektor ließen die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2020 um 0,3% wachsen, aber die Verschärfung der mit der Epidemie verbundenen Beschränkungen auf nationaler und internationaler Ebene hat die wirtschaftlichen Aussichten düster gemacht.

Deutschland ist seit November gesperrt, und die Maßnahmen wurden Mitte Dezember verschärft, um die zweite Welle der Epidemie einzudämmen.

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Am Donnerstag bestätigte die Regierung von Angela Merkel die Grenzbeschränkungen im Kampf gegen die Pandemie, obwohl die Europäische Kommission, Österreich und die Tschechische Republik die Lockerung der Kontrollen gefordert hatten.

(Paul Carrell, französische Version, Diana Mandia, herausgegeben von Jean-Michel Bello)

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