“The Great Escape”, Gefängnispause

Der große Erfolg von 1963: Jeder wollte Steve McQueen auf seinem deutschen Motorrad sehen, wie er dem Stalag Luft III entkommt, indem er über den Stacheldraht springt. Die Szene blieb legendär. Leider ist es für die Fans nicht McQueen, sondern der akrobatische Bud Ekins. Kein BMW, sondern ein Triumph TR6. Stacheldraht ist kein Altmetall, sondern Gummi. Stalag ist nicht in Polen, sondern wurde in einem Studio in München umgebaut. Die Veranstaltung fand nicht im Sommer statt, sondern im Winter bei Minusgraden. Und die Freundschaft zwischen Captain Virgil Hills, dem von McQueen gespielten Charakter, und Lieutenant Bob Hindley, gespielt von James Garner, ist nur oberflächlich. Weil McQueen, der in Bezug auf seinen Starstatus zu taktvoll war, ihn nicht überschatten konnte (zusätzliche Dialoge in “Die sieben Söldner” und wichtigere Szenen in “Infernal Zodiac” fordern).

Hollywood-Mythen

Paranoid? Kein Zweifel. So sehr, dass Regisseur John Sturges ihm mit Entlassung drohte. Letztere hatten zwar andere Bedenken: Das Drehbuch aus Paul Brickhills Buch war unvollständig (wir haben WR Burnett, Autor von “Little Caesar”, gebeten, es zu nähen), die Produktion war zu schwer, und deutsche Techniker schätzten die Darstellung Deutschlands nicht Während des Krieges (tatsächlich wurden die meisten “Great Escape” -Helden gefangen genommen und erschossen) gerieten einige der Schauspieler in Schwierigkeiten. So konnte Charles Bronson, der einst ein Bergmann im Untergrund war, nicht in einem (Schein-) Tunnel eingesperrt sein, und David McCallum (der Commander Ashley Pitt spielt) hatte endlose Eheprobleme (seine Frau Jill Ireland ging mit Bronson). . Die meisten deutschen Schauspieler waren tatsächlich Kriegsgefangene, die in der UdSSR oder in England festgehalten wurden.

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Insgesamt hat sich der Film (ein bisschen lang: fast drei Stunden) jedoch gehalten: Wir sind in den meisten Hollywood-Mythen mit grausamen Nazis, heldenhaften alliierten Soldaten und Krieg ein großes Unglück. Aber die Show ist großartig, besonders mit Donald Pleasant, der ein gewissenhafter Gegner im Leben war, bevor er der Held der Luftschlacht um England wurde.

Freitag, 30. April um 22.50 Uhr in Paris Premier. Der John Sturges Film (1963). Mit Steve McQueen, Charles Bronson, James Gardner und Richard Attenborough. 172 Minuten

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