Weißrussischer Oppositionsführer kritisiert Berlin für Appell an Alexander Lukaschenko – EURACTIV.com

Svyatlana Tsykhanoskaya, die Führerin der belarussischen Opposition im Exil, forderte die EU-Chefs auf der Internationalen Weißrussland-Konferenz in Wien auf, Kontakt mit dem starken Mann des Landes, Alexander Lukaschenko, zu unterlassen. Sie kritisierte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel dafür, Lukaschenko aufgefordert zu haben, die Spannungen in der anhaltenden Migrationskrise an der Grenze zu Polen abzubauen.

« Aus der Sicht des belarussischen Volkes schien es sehr seltsam sagte Frau Tsykhanoskaya.

Merkel rief Frau Tsykhanuskaya später am Tag an und betonte die anhaltende Unterstützung Deutschlands für die belarussische demokratische Bewegung.

Während der Konferenz forderte Frau Tsykhanoskaya weiterhin starken Druck auf das Regime in all seinen Formen. Dazu gehören diplomatische Isolation sowie wirtschaftliche und individuelle Sanktionen ».

Der österreichische Bundeskanzler Alexander Schallenberg, der die Veranstaltung moderierte, betonte, das Ziel der Konferenz sei ” Finden Sie mit der Zivilgesellschaft einen Ausweg aus der aktuellen Krise in Weißrussland. »

Frau Tsykhanoskaya betonte, dass sie den von Herrn Schallenberg vorgeschlagenen zweigleisigen Ansatz, dh die Anwendung einer Politik harter Sanktionen bei gleichzeitigem Engagement für die Zivilgesellschaft, unterstütze.

« Dies ist der Ansatz, den wir voll und ganz unterstützen Sie sagte.

Ähnlich sieht es Bundesaußenminister Heiko Maas, der ebenfalls an der Online-Konferenz teilnahm. Während die Europäische Union Hält Druck auf Lukaschenkos Regime aufrecht Mit der Verabschiedung des fünften Sanktionspakets in der vergangenen Woche müsse auch die Zivilgesellschaft unterstützt werden.

« Westliche Länder sollten ihre Hilfe für die belarussische Zivilgesellschaft und die Opposition gestalten ». Deutschland überprüft seinen 21-Millionen-Euro-Aktionsplan zur Unterstützung der belarussischen Gemeinschaft

Die Konferenzteilnehmer sagten auch zu, den Verfassungsentwurf zu unterstützen, an dem die Opposition derzeit arbeitet. Darüber hinaus hat die Europäische Kommission ein intensives Wirtschaftsförderungsprogramm in Höhe von 3 Mrd. EUR für das künftige demokratische Belarus bereitgestellt.

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« Mit Blick in die Zukunft bereiten wir uns gemeinsam auf den Tag vor, an dem Weißrussland frei sein wird ’“, schloss Herr Maas.

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