Dresden entsteht als neues deutsches Deeptech-Zentrum

Hinter uns näherte sich eine seltsame Präsenz im Atem und erschreckte uns. Die bedrohliche Kreatur ist eigentlich ein kleiner, autonomer, batteriebetriebener Roboter, der wenige Zentimeter vor unseren Beinen stehen bleibt. Verschieben Sie von Maschine zu Maschine eine dieser unendlichen Würfelboxen, die enthalten Chips, das sind Siliziumwafer, die nach mehreren hundert Umwandlungsprozessen zu elektronischen Chips werden. Einen Schritt von der Strecke entfernt. Nach kurzem Zögern setzt der Roboter seine Reise zwischen den vielen grau-weißen Maschinen in der Fabrik fort.

Das Erlebnis nervt. In diesem „Reinraum“ im Werk Dresden (Sachsen, DDR) des Infineon-Konzerns stören Menschen und Maschinen die Führung. Unter der leicht gelblichen Beleuchtung der Kammern für die Lithographie (Druckverfahren für Mikroschaltkreise, aus denen Halbleiter bestehen) wird die Anzahl der Partikel, die die Produktion stören können, auf ein Minimum reduziert.

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Vor dem Betreten mussten Sie einen blauen synthetischen Overall, einen Hut, eine Mundmaske und antistatische Schuhe anziehen. Im Raum wird die Luft ständig gefiltert, in einem Abwärtsstrom, der eine leichte Kühle auf den Schultern erzeugt und zur Exotik des Ortes beiträgt. Wenn Sie den Kopf heben, transportiert ein Netz von Stäben die berühmten Truhen Tag und Nacht ohne menschliches Eingreifen an die Decke. Es gibt ein paar weiß gekleidete Techniker, die Maschinen reparieren und Fehler im Endprodukt entdecken.

Es gibt keine komplexere und teurere Branche. Das Werk Dresden verdankt seine Wettbewerbsfähigkeit einem hohen Automatisierungsgrad. Früher wurden Kisten von Hand transportiert.“Andreas Greiner, Leiter der Lithografieabteilung des Standorts, erklärt. Er nimmt sich Zeit für Präsentationen: Begeistert erzählt er, dass der Roboter, an dem wir scheitern ließen, ein paar Kilometer entfernt von einem jungen, von ehemaligen Studenten gegründeten Unternehmen produziert und bei Infineon getestet wurde.

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Wir fühlen überall Ekstase

Darin liegt die Stärke des Dresdner Ökosystems, des führenden europäischen Kompetenzzentrums für Mikroelektronik: Große Hersteller wie Infineon oder GlobalFoundries können ohne ein sehr dichtes Netzwerk aus F&E und Zulieferungen an kleine und mittelständische Unternehmen, die an der Produktverbesserung und -optimierung arbeiten, nicht existieren die Branche. In einer stark globalisierten und stark zyklischen Branche ist technologischer Fortschritt entscheidend, um im Wettbewerb bestehen zu können. Insgesamt sind rund um die sächsische Landeshauptstadt 2.500 Unternehmen angesiedelt, die 64.000 direkte Arbeitsplätze schaffen.

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