Marshall Major IV Wireless-Kopfhörer-Test: ein neuer Rekordhalter für die Akkulaufzeit

Wenn die 4. Major ihren Vorgängern in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich ist, ist dies bei ihrer Stimme nicht der Fall. Das jüngste Mitglied der Band zeigt bereits seine eigene gesunde Persönlichkeit – die leider nicht wirklich aufwendig aussieht.

Fernab von jedem Vorbild für Neutralität und Transparenz zeigt der Helm somit eine ganz klare „N“-Signatur. Bemerkenswert unregelmäßige und verstärkte Höhen dominieren die mittlere Regression, während Täler sehr präsent sind, aber auch leicht verdeckt, Tiefenmangelfehler (dargestellt bei Frequenzgangmessung durch eine leichte Steigung zwischen 20 und 100 Hz) und Membrankontrolle. Das Ergebnis am Ohr ist ein Ausgleich, dem es ehrlich gesagt an Finesse fehlt und der auf Dauer leicht umständlich werden kann.

Dieses Profil korrespondiert nicht besonders gut mit Signalen, die hauptsächlich auf Medien übertragen werden, das heißt konkreter mit Audiomusik. Diese sehr kräftigen Farben führen manchmal zu einem gravierenden Verlust in der Beschaffenheit der Briefmarke. Der Kontrabass eines Sinfonieorchesters nimmt das resonante Aussehen von Plastikboxen an, und die Hörner leuchten. Sogar menschliche Stimmen werden ehrlich gesagt überhellt – besonders auffällig bei der Verwendung von Kopfhörern in einer lauten Umgebung, da letztere nur eine relativ geringe passive Isolierung bieten, sodass die untere Hälfte des Spektrums etwas getarnt sein kann.

Schade, dass der Helm auch einige Qualitäten aufweist – die es ihm erlauben, seinen dritten Stern in dieser Unterkategorie aufzuhängen. Die Gangreserve ist großzügig, die Dynamik der Mitten und Höhen hervorragend. Die hohen Frequenzen, so bunt sie auch sind, sind zudem eine lobenswerte Genauigkeit, die sich nie des Pfeifens schuldig macht. Trotz des großen Verrats der Kopfhörer steckt in ihrer Stimme eine sehr kommunikative Energie, in die man sich zu Recht verlieben kann, besonders wenn man Rock- oder Elektromusik mag. Aber am Ende ist es immer noch schwer, sich an etwas vom Pioneer IV zu erinnern, außer an seinen enormen Mangel an Vielseitigkeit.

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Zum Schluss noch eine kleine Regression von Major IV im Vergleich zu Major III: Bei Bluetooth wird der aptX-Codec nicht mehr unterstützt und man muss sich mit dem einzigen SBC begnügen. Diese Einschränkung wird in unserer Bewertung nicht berücksichtigt, da sie unserer Meinung nach nur einen marginalen Einfluss auf die vom Ohr wahrgenommene Klangqualität hat – dies gilt insbesondere für solche Kopfhörer mit sehr eingeschränkter Leistung.

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