BASF setzt auf Windenergie, um 2050 CO2-Neutralität zu erreichen

Die deutsche BASF-Gruppe, einer der ältesten und bekanntesten Hersteller „Made in Germany“, will einen Teil ihres massiven Energiebedarfs mit Offshore-Wind decken. Der weltweit führende Chemiekonzern investiert 1,6 Milliarden Euro in eine Partnerschaft mit dem schwedischen Unternehmen Vattenfall zum Bau des weltweit größten Offshore-Windparks vor der niederländischen Küste in der Nordsee. Ende Juni bekannt gegeben, ist dies die erste große Investition der BASF in eine erneuerbare Stromerzeugungsanlage.

Dieser Artikel ist unseren Abonnenten vorbehalten Lesen Sie auch Offshore-Windwelle spiegelt Energieübertragung wider

„Hollandse Kust Zuid“, der Name der künftigen Offshore-Farm, die 2023 in Betrieb gehen soll, hat für BASF Symbolwert. Es illustriert den erklärten Wunsch des Chefs des Chemieriesen Martin Brudermüller, die Kohlenstoffentfernung aus seiner Gruppe zu beschleunigen. Bis 2030 will die BASF die Treibhausgasemissionen um 30 % senken und spätestens 2050 CO2-Neutralität erreichen, teilte sie Ende März mit. Bis 2030 werden 4 Milliarden Euro in dieses Ziel investiert. Dies ist ein Wendepunkt für den Konzern: Bisher erwägt BASF nur eine Stabilisierung ihrer Emissionen und hat im Gegensatz zu den US-Konkurrenten Dow oder Dupont kein Datum für CO2-Neutralität festgelegt.

ohne jegliche Unterstützung

„Wir werden unsere Klimaziele nur erreichen, wenn wir genug Ökostrom haben“, betonte der Präsident bei der Vorstellung des Projekts. Derzeit gibt die BASF-Gruppe nach eigenen Angaben 21,9 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus2 vor allem wegen seiner Energieträger fossilen Ursprungs, die auf Dauer durch erneuerbare Energien ersetzt werden müssen. Um CO2-neutral zu werden, plant sie auch, einige Produktionsprozesse umzuleiten, die viel Kohlendioxid emittieren.2 (Elektrisches Steamcracken befindet sich derzeit in der Testphase) und basiert auf Rohstoffen pflanzlichen Ursprungs anstelle von Öl sowie auf Wasserstoff.

Offshore-Windenergie, die aufwendig zu installieren und an das Stromnetz anzuschließen ist, ist bekanntermaßen teurer als ihr Gegenstück an Land oder Solarenergie.

Der von Hollandse Kust Zuid produzierte Strom ist für das BASF-Werk in Antwerpen am Ufer der Schelde, dem zweiten Produktionsstandort des Konzerns. Der Windpark wird die weltweit größte Anlage dieser Art sein. Es wird 140 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt enthalten. Sie beliefert nicht nur den Chemiestandort Antwerpen, sondern auch die anderen Werke des Konzerns sowie Kunden des Vattenfall-Konzerns. Eine weitere Besonderheit: Sie ist die erste Offshore-Windanlage, die ohne jegliche Unterstützung in Betrieb geht.

READ  Stipendien in Deutschland für Algerier, Marokkaner und Tunesier

Sie haben 50,56 % dieses Artikels zu lesen. Der Rest ist nur für Abonnenten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.