Deutsche Regulierungsbehörde begrüßt Plan von Google, alle Cookies abzulehnen – EURACTIV.de

Googles Plan, eine Schaltfläche einzubauen „alles ablehnen“ Auf Cookie-Bannern, die nach ihrer geltenden Richtlinie gegen EU-Recht verstießen, wurde der Hamburger Datenschutzbeauftragte, der am Donnerstag (7. April) seinen Sachstandsbericht vorstellte, gelobt.

Google wird eine solche Option wahrscheinlich zuerst in Frankreich einführen, das bereits Bußgelder gegen den US-Giganten und Facebook verhängt hat, bevor es in Deutschland umgesetzt wird.

„Google hat uns mitgeteilt, dass sie jetzt einen schrittweisen Opt-out-Button in der EU, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich erstellen wollen.“Das sagte Hamburgs Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Thomas Fuchs am Mittwoch (6. April) bei der Vorstellung Tätigkeitsbericht 2021.

Herr Fuchs plant nun auch, sich mit Facebook, das wie Google seinen Hauptsitz in Deutschland hat, in Hamburg zu verbinden und es unter seine Kontrolle zu bringen.

Die Entscheidung von Google kam nach zahlreichen Kritiken und Bußgeldern. Das bisherige Argument des US-Riesen, dass die Zustimmung zu Cookies mit einem Klick viel weniger Aufwand erfordert als deren Ablehnung, widerspricht den datenschutzrechtlichen Vorgaben.

Google hat erklärt, bis 2023 keine Cookies mehr von Drittanbietern zu verwenden. Stattdessen arbeitet das Unternehmen an einer Topics Application Program Interface (API), bei der keine Daten mehr an Drittanbieter oder die Server von Google übermittelt werden.

Datenschutzfragen

Letzte Woche schrieb Herr Fuchs an Google und forderte es auf, seine Cookie-Banner-Richtlinie auf die Nichteinhaltung von Datenschutzanforderungen zu überprüfen.

Cookie-Banner können für Benutzer, die sie normalerweise schließen, ärgerlich sein und ihre Zustimmung implizieren. Um Tracking-Cookies jedoch wirklich abzulehnen, müssen mehrere Entscheidungen getroffen werden, die viel länger dauern.

Die gute Nachricht ist, dass es jetzt eine schriftliche Zusage von Google gibt. Um standardmäßig einen One-Click-Button bereitzustellen, sagte Fuchs auch.

Siehe auch  Wie Thomas Buberl die AXA verändert hat

Die französische Datenschutzbehörde CNIL verhängte eine Geldstrafe von 150 Millionen Euro gegen Google und 60 Millionen Euro gegen Facebook. „Das Ablehnen von Cookies sollte so einfach sein wie das Akzeptieren“gemäß einem der Hauptprinzipien der CNIL.

Auf eine Frage von EURACTIV antwortete Google, es sei entschlossen, weitere Änderungen vorzunehmen und aktiv mit CNIL zusammenzuarbeiten.

Auslaufpläne für Cookies

Googles Einführung in die Schaltfläche„alles ablehnen“ Vermutlich nur eine Übergangslösung, denn der US-Riese hat bereits Ende Januar weitreichende Pläne präsentiert, Googles Cookies von Drittanbietern bis 2023 vollständig zu entfernen.

Statt auf Cookies will der Internetriese auf die interne Tracking-Technologie des Google-Privacy-Sandbox-Projekts setzen.

Ein Teil des Google Privacy Sandbox-Projekts wird aufgerufen API-Themenund erwarten Sie, dass Chrome jede Woche alle fünf Designs speichert ( Fäden) am repräsentativsten für die Hauptinteressen der Nutzer. Diese Themen werden alle sieben Tage aktualisiert und alte Daten werden alle drei Wochen gelöscht.

Werbetreibende können Werbeinhalte basierend auf den drei wichtigsten Themen anzeigen. Laut Google werden diese Einstellungen direkt auf dem Gerät gespeichert, es werden also keine Daten an Drittanbieter oder Google-Server übermittelt. Benutzer können ihre grundlegenden Themen anzeigen, bearbeiten oder vollständig deaktivieren.

Das derzeit in Entwicklung befindliche Themenpanel ist in die Testphase eingetreten. Ab dem 31. März können Entwickler die Topics-API in der Canary-Version von Chrome testen. In Europa können sich Benutzer registrieren, um an Studien teilzunehmen.

Konkurrenten befürchten Googles Pläne, seine Datenschutzrichtlinien – auch für Android – zu ändern, was sie als Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung ansehen. Daher hat die britische Competition and Markets Authority (CMA) im vergangenen Jahr eine Untersuchung eingeleitet, um die potenziellen Auswirkungen der neuen Datenschutzeinstellungen auf den Werbemarkt zu bewerten.

Siehe auch  Potenzielle Käufer beunruhigen Benteler-Mitarbeiter in Migennes

Als Ergebnis dieser Untersuchung ging Google mehrere Verpflichtungen ein, wie z. B. den Verzicht auf eine eigene Listung und die Bereitstellung einer regulatorischen Aufsicht gegenüber den britischen Datenschutz- und Wettbewerbsbehörden. Die Kapitalmarktaufsicht hat diese Verpflichtungen übernommen und wird für deren Umsetzung sorgen.

Google ändert die Datenschutzrichtlinie für Android

Google skaliertDatenschutz Bei Android-Geräten wird die britische Wettbewerbsaufsicht eine entscheidende Rolle spielen, um sicherzustellen, dass der Technologieriese dabei seine marktbeherrschende Stellung nicht missbraucht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.