Deutschland nimmt Militärflüge nach Mali wieder auf

BERLIN (Reuters) – Das deutsche Militär hat am Donnerstag die Flüge nach Mali wieder aufgenommen, nachdem Berlin die meisten Operationen in dem westafrikanischen Land wegen eines Streits mit den örtlichen Behörden über Fluggenehmigungen ausgesetzt hatte.

„Um 5:47 Uhr morgens ein ziviler Trägerflug (ausgelöst) im Auftrag der Bundeswehr auf dem Weg von Köln nach Mali“, teilten die deutschen Streitkräfte auf Twitter mit und fügten hinzu, dass der Flug etwa 90 Soldaten in das Land befördert habe.

Deutschland hat am Freitag seine militärische Aufklärungsmission ausgesetzt, nachdem ihm die örtlichen Behörden die Flugerlaubnis verweigert hatten.

Berlin hat etwa 1.000 Soldaten nach Mali in der Nähe der nördlichen Stadt Gao entsandt, wo ihre Hauptaufgabe darin besteht, Informationen für die UN-Friedensmission in Mali, MINUSMA, zu sammeln.

MINUSMA wurde 2013 gegründet, um ausländische und lokale Truppen im Kampf gegen islamistische Aufständische zu unterstützen, aber in den letzten Monaten kam es mehrfach zu Spannungen zwischen malischen Beamten und der Mission.

Die Beteiligung Berlins an der MINUSMA ist in Deutschland seit langem umstritten, da Mali seine Beziehungen zu Russland vertieft.

Seit Ende letzten Jahres unterstützen Kämpfer der Wagner-Gruppe, einer privaten Militärfirma mit Verbindungen zum Kreml, die malische Armee im Kampf gegen islamistische Rebellen.

(Berichterstattung von Sabine Seibold, Schreiben von Rachel More; französische Version von Elena Warden, Redaktion von Kate Entringer)

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