Deutschland. ‘Transforming Energy’, ein grausamer Scharlatan

« Die Letztes Jahr hat er uns im Februar abgesetzt. Dieses Jahr dürfen wir Weihnachten nicht verbringen. Hans Kugel ist bitter. Von steilen Mieterhöhungen bereits erstickt, lebt er mit Frau und zwei Kindern in einer winzigen Dreizimmerwohnung im Berliner Stadtteil Marzan und fürchtet, eine neue Folge von “Dieses dreckige Leben ohne Licht, ohne Heizung, ohne Kühlschrank …”, Angesichts der aktuellen Explosion der Energiepreise. Der Begriff “Stromarmot”, Armut im elektrischen Strom, hat sich in den letzten Tagen über den Rhein in die öffentliche Diskussion verbreitet. Wie die Familie Kugel wurden im vergangenen Jahr rund 600.000 Familien entsaftet. „Wir befürchten, dass diese ohnehin schon enorme Zahl in diesem Jahr noch deutlich überschritten wird.“, schätzt Ulrich Schneider, Generalsekretär des Deutschen Paritätischen Gesamtverbands, der mehr als hundert Wohltätigkeitsorganisationen und humanitäre Helfer im Land betreut.

Kilowattstunde ist teuer

Der Verbraucherverband VZBV und die Mietergewerkschaft DMB haben beschlossen, die versammelte SPD, Grüne und Liberale (FDP) zu alarmieren, um über die Bildung einer künftigen Koalitionsregierung zu verhandeln. Sie fordern Sofortmaßnahmen, um „Verbot der Abschaltung von Strom oder Gas für die am stärksten benachteiligten Gruppen und das Einfrieren von Mietgebühren.“ Die Katastrophe der Stromarmut in der größten Volkswirtschaft der Eurozone hat eine systemische Dimension. Bundesbürger zahlen mit durchschnittlich mehr als 31 Cent pro Kilowattstunde den teuersten Strom in Europa – fast das Doppelte des regulierten Tarifs der EDF.

Die Energiewende sollte ursprünglich den im Jahr 2011 nach der Katastrophe von Fukushima beschlossenen Ausstieg aus den Atomwaffen unterstützen und nicht nur den Kohlendioxidausstoß reduzieren. Private Nuklearbetreiber, die Anfang der 2000er Jahre rund 25 % des Strommixes ausmachten, müssen bis Ende nächsten Jahres ihre letzten Reaktoren abschalten.

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Dieser „Kipppunkt“ liegt ausschließlich auf den Schultern des Einzelnen. Erneuerbare Energien werden durch eine Umweltsteuer auf der Stromrechnung stark subventioniert. Die DAX-40-Champions an der Frankfurter Wertpapierbörse und große Industriekunden kommen damit durch und argumentieren, dass sie zu viel Wettbewerbsfähigkeit verlieren. “Das ist nicht nur unfair. Es ist unhaltbar geworden.”sagt Ulrich Schneider empört. Er wies vor den Kameras des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders ARD darauf hin, dass die neuen Erhöhungen der sogenannten Ökosteuer den Strompreis zum 1. Januar um 7% erhöhen werden und große Stromverbraucher eine Ausnahme fordern. “Ich habe den Beitrag endlich zur Sprache gebracht.”

Dieses Modell wird sozial unerträglich, weil sein ökologischer Nutzen nicht vorhanden ist. genau das Gegenteil. Deutschland bleibt ein starker Vertreiber von Treibhausgasen. Laut dem Tagesbericht der dänischen NGO Tomorrow wurden am 3. November etwa 440 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde freigesetzt. Nur Polen, dessen Strommix stark kohlesüchtig ist, schneidet in Europa am schlechtesten ab (710g). Frankreich, mit nur 101 Gramm, hat mit seinem öffentlichen Netz von Atomkraftwerken, die sehr kohlenstoffarme Energie produzieren, einen großen Vorteil.

Segen für Händler

Der Grund für diese schlechte Leistung in Deutschland ist einfach: Wind- und Solaranlagen sind per Definition intermittierend. Wenn der Wind nachlässt oder die Sonne untergeht, gibt es keinen Saft mehr. Daher ist es notwendig, permanent regelbare Stromquellen hinzuzufügen, um das grundsätzliche Gleichgewicht zwischen aktuellem Angebot und Nachfrage aufrechtzuerhalten und vorzeitige Stromausfälle zu vermeiden. Auf dem überschaubaren deutschen Strommarkt operieren die heute wettbewerbsfähigsten Betreiber jedoch mit Braunkohle (dem Weltrekordhalter für Kohlendioxidemissionen), Steinkohle, Diesel und Erdgas. Und so ist dies ein offensichtliches Paradox: Deutschland, das eine der höchsten Dichte an erneuerbaren Energien in Europa hat, ist gleichzeitig einer der größten Emittenten von Kohlendioxid.

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Vulgäre und Anti-Atom-Doktrin verbinden ihre Spuren in der Entstehung dieser Umwelttäuschung. Die extensive Nutzung von Biomasse, der drittgrößten erneuerbaren Energiequelle, ist ein deutliches Beispiel dafür. Riesige agroindustrielle Flächen wirken wie echte “Elektriker”. Sie liefern Hunderte von Methanasen, die das Gas aus Pflanzenabfällen oder tierischen Abfällen produzieren. Gülle aus Molkereien (bis über 3.000 Kühe pro Einheit) wird mit Energiemais (Energiemais) vermischt. Die intensiv angebaut wird, da sie der ideale Rohstoff für den Dünger ist, der benötigt wird, um möglichst viel Methan freizusetzen.

Für Finanzhändler ist das Label „erneuerbar“ für diese Biomasse ein Segen des Himmels. Sie haben ein riesiges Land in die Hände bekommen, von dem sie dank der durch Umweltsteuern garantierten Preise ein großes Einkommen erzielen. Knapp eine Million Hektar „Energiemais“ wurden gepflanzt. Insgesamt hat die Produktion von Benzin und sogenanntem Bio-Gas laut einer sehr formalen Studie ein Monopol (1), „Ein Fünftel des Ackerlandes“. auf Kosten des Essens. Bei Methan, einer sehr großen Kohlendioxidquelle, verschlechtert seine Verbrennung die Leistungsfähigkeit Deutschlands angesichts der globalen Erwärmung weiter.

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