Deutschland: Welche Rolle spielt der Präsident gegenüber der Kanzlerin?

Der Sozialdemokrat Frank-Walter Steinmeier soll am Sonntag als Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland wiedergewählt werden. Ein Ehrenamt, aber im Land hoch angesehen.

Der Präsident wird von der Bundesversammlung gewählt, einem Wahlgremium, das sich aus 736 Abgeordneten des Bundestages und ebenso vielen Vertretern der sechzehn Bundesländer (Abgeordnete der Landtage oder Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft) zusammensetzt.

Sie müssen mindestens 40 Jahre alt sein, und der Bundespräsident wird für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt, die einmal verlängert werden kann.

Seine Befugnisse sind vor allem zeremonieller Natur, und die Aktionen des Landes sind dem Kanzler vorbehalten. Als moralischer Hüter des Grundgesetzes erlässt er Gesetze und sorgt für deren Verfassungsmäßigkeit.

Auflösung des Bundestages

Er ist auch derjenige, der nach dem Votum der Abgeordneten den Kanzler oder Bundeskanzler ernennt. Als Staatsoberhaupt vertritt er Deutschland nach außen und unterzeichnet internationale Verträge.

Schließlich kann der Bundespräsident den Bundestag in zwei ganz bestimmten Fällen auflösen: wenn die Abgeordneten keinen Kanzler wählen oder wenn der amtierende Bundeskanzler das Vertrauen verliert.

Seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 ist dies dreimal geschehen, zuletzt im Jahr 2005.

Siehe auch  Warum erscheint Deutschland nicht in Google Street View

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.