In Deutschland wurden nahe der französischen Grenze Ausbrüche der Afrikanischen Schweinegrippe gemeldet

Die Afrikanische Schweinegrippe (ASP) ist eine Viruserkrankung von Schweinen und Wildschweinen, die schwerwiegende Folgen für die Gesundheit der Tiere und die Wirtschaft der Schweineindustrie haben kann. Am weitesten verbreitet in Asien, ist ASP seit etwa zehn Jahren in Osteuropa im Umlauf und seit September 2020 mit einigen Einzelfällen in Ostdeutschland. Der bestätigte Ausbruch am 25. Mai in Forchheim (Baden-Württemberg) wurde erstmals an der Westgrenze Deutschlands gemeldet. Die Stadt liegt auf der anderen Rheinseite, etwa 6 km von der französischen Grenze entfernt.

Auf dem betreffenden Betrieb werden 35 Schweine im Freiland gehalten. Die gesamte Bevölkerung der Farm wurde evakuiert und es wurden zu diesem Zeitpunkt keine Fälle unter den Wildtieren in der Umgebung festgestellt. Die deutschen Behörden werden die Suche nach Wildschweinkadavern intensivieren und Farmen in der Umgebung kontrollieren. Eine Sicherheits- und Überwachungszone wurde von deutschen Behörden in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission eingerichtet. In Deutschland läuft eine epidemiologische Studie, um den Ursprung der Krankheit zu bestimmen.

Seitens der französischen Behörden sind die Regierungsdienste voll mobilisiert, um alle Alarmierungs- und Unterstützungsexperten zu überwachen. Die Maßnahmen des im Februar 2022 vom Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung formulierten ASP-Präventionsplans werden unverzüglich umgesetzt, insbesondere:

  • Stärkung der Überwachung von Wildtieren;
  • Befragung von Schweinen und Wildschweinen, insbesondere aller Halter auf Höfen und Betrieben;
  • Bewertung und Unterstützung von Überlebensmaßnahmen in der Tierhaltung;

Das Landwirtschaftsministerium und die Ernährungssouveränität werden daran erinnert, wie wichtig es ist, strenge Überlebensmaßnahmen bei der Viehhaltung und den Transportsystemen umzusetzen, insbesondere wenn sie aus dem neudeutschen Ausbruchsgebiet kommen. Tiere / Lebensmittel sollten nicht mit Wildtieren in Kontakt kommen. Diagnoseregeln sind strikt einzuhalten.

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Alle staatlichen Experten und Dienste wurden über die Situation informiert und könnten sich nächste Woche in Form eines Krisenstabs treffen, um an das kollektive Bewusstsein zu erinnern und die Stärkung des staatlichen Handelns zu erörtern.

ASP wird durch infizierte Tiere, Geräte, Fahrzeuge und Personen, die mit infizierten Tieren in Kontakt kommen, auf Schweine und Wildschweine übertragen. Es wird auch von infizierten Tieren auf Fleisch- und Wurstwaren übertragen, die von Wildschweinen oder Hausschweinen gefressen werden können. Bis heute gibt es keinen Impfstoff oder eine Behandlung für das Virus.

Für den Menschen ist ASP harmlos und nicht ansteckend. Der Verzehr von Fleisch und Holzkohle – und generell aller Speisen aus Schweine- oder Wildschweinfleisch – stellt für den Menschen keine Gefahr dar.

Der französische Aktionsplan gegen ASP und alle Produkte, die Schweinezüchter unterstützen, können unter diesem Link diskutiert werden.

Download

Afrikanische Schweinegrippe nahe französischer Grenze in Deutschland nachgewiesen (PDF, 245,84 g)

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