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[Décryptage] ESS in Europa

SSW auf EU-Ebene: Mitgliedsstaaten in Vielfalt vereint?

Weit davon entfernt, eine Nischenwirtschaft zu sein (13,6 Millionen bezahlte Arbeitsplätze, d. h. 6,3% der Erwerbsbevölkerung in Europa), wird die Sozial- und Solidarwirtschaft, oder einfach nur die Sozialwirtschaft, je nach Staat, von der Europäischen Union zunehmend bevorzugt. Dies wird durch die Organisation des Europäischen Sozialwirtschaftsgipfels in Mannheim im vergangenen Mai bestätigt, der in den für Ende 2021 erwarteten künftigen Europäischen Aktionsplan für SSE einfließen soll. Als Reaktion auf soziale und ökologische Bedürfnisse auf der Grundlage der Zusammenarbeit und Nähe gibt es viele Beispiele für SSE-Initiativen in den Mitgliedsländern. Einige Länder wie Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland und Belgien haben die SSE auf nationaler Ebene gesetzlich anerkannt. Andere, insbesondere westeuropäische Länder, in denen die soziale soziale Sicherheit nicht Gegenstand einer spezifischen Definition ist, erkennen dennoch die Besonderheit von Gewerkschafts- oder Genossenschaftsstrukturen, Körperschaften oder gemeinschaftlichen Gesellschaften an und schaffen häufig an ihre Aufgabe angepasste Steuersysteme. Daher unterscheiden sich die Lehrpläne von Land zu Land. Dies gilt insbesondere für die beiden für die Studie ausgewählten Länder: Deutschland und Belgien.

Deutsches Beispiel

Im Gegensatz zu ihren engen Nachbarn Die Bundesregierung schlägt keine Definition von SSE vor Ihre nationale Anerkennung bleibt unklar. Der größte Teil der sozialwirtschaftlichen Aktivitäten auf Bundesebene wird tatsächlich mit Zuschüssen an zwei gemeinnützige Organisationen der katholischen bzw. evangelischen Kirche delegiert: Caritas und der diakonie -. Die Volkswirtschaft basiert auf einer „sozialen Marktwirtschaft“, fordert staatliche Eingriffe zur Gewährleistung von Chancengleichheit und ausgewogenem Wettbewerb und wird als sozial angenommen. Innerhalb dieses Systems entwickelte sich allmählich auf der Grundlage von drei Säulen der sogenannte “Dritte Sektor”: Unabhängiges Management, Abhängigkeitsprinzip und kollektive Ökonomie. In Deutschland wird der Dritte Sektor als “Zwischensektor (…) gegenüber Staat (Behörden), Privatunternehmen und dem informellen Sektor” angesehen.1Tatsächlich deckt es ein breites Spektrum von Rechtssituationen ab. Wie die SSE, ohne ihr ähnlich zu sein, reagieren deutsche Initiativen des Dritten Sektors grundsätzlich auf Bedürfnisse, die nicht von öffentlichen oder privaten Akteuren gedeckt werden.

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Während in Deutschland die Konzepte der Sozialwirtschaft, der gemischten Wirtschaft oder des Dritten Sektors noch wenig definiert sind, sind die Konzepte der Gemeinwohlökonomie (EBC), ursprünglich aus Österreich, ist dort seit 2010 verbreiteter. Als Alternative zur klassischen Ökonomie, indem der Mensch und der Planet als Gemeinwohl in den Mittelpunkt genossenschaftlicher Aktivitäten gestellt werden, wendet sich EBC gegen die Definition von “Reichtum”. ” basiert ausschließlich auf Finanzkennzahlen und rein in bar. Die vorgeschlagene Matrix zur Messung des Gemeinwohls innerhalb der Struktur der Volatilität von Werten und der Regeneration von Indikatoren.. Es wurde bereits von mehr als 400 Unternehmen in Deutschland eingesetzt. An diesem Prozess sind auch Kommunen beteiligt, zum Beispiel die Städte Stuttgart, Kirchchanchüring und Bremen oder die Regionen Baden-Württemberg und Hessen.

Belgisches Beispiel

Belgien gilt als eines der europäischen Länder, in denen SSE weit verbreitet und anerkannt ist Das „Social Purpose Company“-Gesetz wurde 1995 ins Leben gerufen und 2019 zu einem „Sozialunternehmen“ abgeändert, um insbesondere Genossenschaften einzubeziehen. Die Definition von Sozialwirtschaft ist je nach Behörde unterschiedlich: orientiert sich die Bundesebene an den Grundsätzen der Europäischen Kommission, Jede Region hat es geschafft, die Gesetzgebung an ihre Umgebung anzupassen. So hat Wallonien 2008 ein Gesetz verabschiedet, das den Vorrang des Menschen gegenüber dem Streben nach Profit, freier Verwaltung und freier und demokratischer Staatsführung anerkennt.2. Dieser Erlass begleitete insbesondere die Schaffung des Statuts Entwicklungs- und Beschäftigungsinitiativen im lokalen Sozialdienstleistungssektor. Schließlich ist die Sozialwirtschaft im Wirtschafts- und Sozialrat der Wallonie vertreten.

Interessant ist auch der Fall Flandern: Ursprünglich ausschließlich auf die Integration durch die wirtschaftliche Tätigkeit der gefährlichsten Klassen bezogen, wird die Sozialwirtschaft nun rechtlich als eine Reihe von Werten des sozialen Unternehmertums definiert, die viele Sektoren abdecken.

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Neben den unterschiedlichen Bedeutungen von Sozialwirtschaft gibt es einen wichtigen gemeinsamen Punkt zwischen Deutschland und Belgien: Die wichtigsten Entwicklungen zugunsten der Sozialwirtschaft wurden häufiger als auf regionaler und lokaler Ebene dargestellt. Diese Behörden werden bei der Schaffung und Änderung von Gesetzen weniger Beschränkungen ausgesetzt sein als auf nationaler Ebene. Das wird effektiv ausgewertet Die Bedeutung eines Bottom-up-Ansatzes und der Einbeziehung von Städten und Regionen in die regionale Dynamik des Wandels.

Förderung der europäischen Vision und Anerkennung

Nach den Fallstudien macht der ESCP Student Report eine Reihe von operationellen Vorschlägen. Dazu gehört insbesondere die Fortführung und Stärkung der Arbeit zur Definition der SSW auf europäischer Ebene, damit ihre Besonderheiten erkannt werden und sich die Akteure darin identifizieren können. Der Bericht hebt die fehlende gesetzliche Anerkennung der SSW auf globaler EU-Ebene hervor. Er hebt auch die Frage der Unterstützung der EU für Verfahren zur sozialen Folgenabschätzung für SSE-Strukturen hervor, ein Vorschlag, der zur Berücksichtigung ihres Mehrwerts und zur Lösung von Herausforderungen beiträgt: Wirtschaftliche, soziale und ökologische Aspekte der europäischen Länder.

Diese Partnerschaftsarbeit zwischen der ESCP Business School und dem SSE Lab unterstreicht die Dynamik bei der Arbeit für eine starke europäische SSE und leitet nun die Ansichten und Erwartungen des ESS European Action Plan, der Ende 2021 angekündigt wurde.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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