Deutschland treibt LNG-Projekte voran, um seine Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern

FRANKFURT (Reuters) – Deutschland hat am Samstag einen weiteren Schritt unternommen, um seine Abhängigkeit von russischen Energielieferungen zu verringern, indem es ein geplantes Importterminal für verflüssigtes Erdgas enthüllte, ein weiteres Zeichen für eine Änderung der Energiepolitik nach Moskaus Invasion in der Ukraine.

Die deutsche Staatsbank KfW hat mit dem deutschen Energieunternehmen RWE und dem niederländischen Netzbetreiber Gasunie eine Absichtserklärung zum Bau der Anlage in der Küstenstadt Brunsbüttel unterzeichnet, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Deutschland hat letzte Woche eine Kehrtwende in der großen Energiepolitik signalisiert und die Aussicht auf eine Verlängerung der Lebensdauer von Kohlekraftwerken und sogar Kernkraftwerken erhöht, um seine Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern.

Diese Transformation umfasst den Bau von zwei Terminals für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Brunsbüttel und Wilhelmshaven in Norddeutschland sowie die Erhöhung der Erdgasreserven.

Deutschland, das bei Gas und Öl stark von Russland abhängig ist, verfügt derzeit nicht über LNG-Importterminals.

Die Höhe der Investitionen wurde nicht genannt, Schätzungen zufolge wird der Bau eines Werks in Brunsbüttel aber voraussichtlich rund 450 Millionen Euro kosten.

Das Wirtschaftsministerium sagte, dass die jährliche Produktionskapazität des Gebäudes 8 Milliarden Kubikmeter beträgt und so schnell wie möglich gebaut werden soll.

(Bericht von Christoph Stitz, französische Version Mathieu Bretthard)

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