Legalität von CBD in deutschsprachigen Ländern

Cannabidiol (CBD) ist einer der wichtigsten Inhaltsstoffe der Hanfpflanze und wurde in letzter Zeit häufig in den Nachrichten diskutiert. Es besteht ein wachsendes Interesse an CBD als mögliche Behandlung für verschiedene Gesundheitszustände.

Tatsächlich haben einige Länder bereits aus Hanf gewonnene Produkte legalisiert, einschließlich CBD, das in den meisten Ländern als kontrollierte Substanz eingestuft wird. Da es in jedem Land unterschiedliche Gesetze bezüglich CBD gibt, ist es unabdingbar, sich über den aktuellen Rechtsstand der CBD im deutschsprachigen Raum zu informieren.

In den USA gilt CBD mit einem THC-Gehalt von <0,03 % als legal, um als Nahrungsergänzungsmittel verkauft und konsumiert zu werden. Aber was ist mit Europa? Ist CBD in der Schweiz, den Bundesländern Deutschland oder Österreich überhaupt legal?

Ja, CBD ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz legal. Es gibt jedoch Vorbehalte, die für jedes Land gelten. Im Folgenden werden wir die wichtigsten Punkte zu CBD behandeln, da es in diesen Ländern als EU-Mitglieder reguliert wird.

Die Legalität von CBD in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Regulierung von CBD im deutschsprachigen Raum folgt dem Rechtsstatus der Substanz in der EU. Laut dem Bericht der EU-Kommission aus dem Jahr 2017 ist der Rechtsstatus von Cannabidiol wie folgt:

Im Dezember 2013 veröffentlichte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit(EFSA) ein Gutachten zur Angemessenheit gesundheitsbezogener Angaben in Bezug auf Cannabidiol (CBD) und Angstzustände (Überprüfen Sie EFSA Journal 2013; 11(12): 4262).

Die EFSA kam zu dem Schluss, dass „keine Aussagen über die Fähigkeit von CBD zur Behandlung oder Heilung von Krebs gemacht werden dürfen“. In ihrem Bericht empfahl die EFSA, dass „[Cannabis] nicht als sicher angesehen werden sollte, bis neue Beweise vorliegen“.

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Die Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher der Europäischen Kommission stimmt der Einschätzung zu, dass eine Zulassung von gesundheitsbezogenen Angaben im Zusammenhang mit CBD derzeit nicht angebracht ist (Generaldirektion Gesundheit und Verbraucher, o.J.). Seitdem wurde das Gesetz jedoch überarbeitet, um den Anbau und die Verwendung von CBD zu erlauben, solange es eine geringe Belastung von THC-Bestandteilen enthält.

CBD-Rechtsverordnungen in Deutschland

CBD ist in Deutschland nicht verboten. Es wird jedoch als betäubungsmittelartige Substanz eingestuft, sodass der Besitz und der Handel mit CBD zum Verzehr illegal sind. Die Verwendung von CBD zu medizinischen Zwecken stellt dagegen in Deutschland keine Straftat dar. Die Gesundheitsbehörden haben verschiedene Erlaubnisse für die Verwendung von CBD-Präparaten erteilt.

Im Jahr 2016 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Einfuhrgenehmigung für ein CBD-haltiges Medikament (Epidiolex) mit einer Konzentration von 100 mg/ml erteilt. Ende 2017 hat das BfArM fünf weitere Medikamente in die Liste der zugelassenen Präparate mit einer THC-Konzentration unter 0,1 % und einem CBD-Gehalt über 100 mg/ml aufgenommen; zusätzlich sind diese Medikamente mittlerweile in Apotheken in ganz Deutschland erhältlich.

Welche Gesetze leiten CBD in der Schweiz?

CBD ist in der Schweiz legal. Es gibt jedoch hohe Beschränkungen, welche CBD-Produkte von Einzelhändlern verkauft werden dürfen und welche THC-Menge in CBD-Produkten erlaubt ist. Cannabis ist in der Schweiz eine kontrollierte Substanz, unabhängig davon, ob es zu medizinischen oder Freizeitzwecken konsumiert wird.

Es gilt als Arzneimittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes, ist also nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Wenn ein Produkt weniger als 0,2 % THC enthält, gilt es als Nahrungsergänzungsmittel, was bedeutet, dass es ohne Rezept in Apotheken und Lebensmittelgeschäften frei verkauft werden kann.

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Rechtlicher Status von CBD in Österreich

Das österreichische Betäubungsmittelgesetz lässt die Legalität von CBD zu, bis der THC-Gehalt 0,3 % des Produktes überschreitet. Das bedeutet, dass CBD-haltige Produkte illegal sind, wenn sie mehr als 0,3 % THC enthalten, auch wenn sie CBD enthalten.

Neben dem rechtlichen Status von CBD als Nahrungsergänzungsmittel ist zu beachten, dass die Verwendung von medizinischem Cannabis in Österreich nach wie vor umstritten ist (im Gegensatz zu Deutschland, wo es legal ist). CBD ist in Österreich nicht illegal. Es ist legal zu kaufen, zu verkaufen und zu konsumieren.

Allerdings ist es mit einem Gesundheitshinweis versehen, da es von der österreichischen Arzneimittelbehörde nicht zugelassen ist. Das bedeutet, dass CBD nur aus Ländern importiert werden darf, in denen der Rechtsstatus von CBD genehmigt wurde.

Abschließende  Gedanken

Die Legalität von CBD ändert und entwickelt sich ständig weiter und Sie können mit CBD in so viele weitere Länder reisen. Da mehr Forschungen zu den gesundheitlichen Vorteilen von CBD und anderen aus Hanf gewonnenen Produkten durchgeführt werden, unterliegen die Produktion, der Vertrieb und der Anbau dieser Produkte in vielen Bundesstaaten weniger Beschränkungen.

Es  ist wahrscheinlich, dass die Beschränkungen in den kommenden Jahren gelockert werden. Davon abgesehen kann CBD für viele Deutsche derzeit noch eine rechtliche Grauzone sein, und es ist am besten, auf Nummer sicher zu gehen, wenn Sie Bedenken hinsichtlich der Legalität haben.

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