Angetrieben von der Gesundheitskrise investiert Doctolib in den Ausbau seiner Gesundheitsdienste

Das in der Covid-19-Gesundheitskrise voll mobilisierte französische Unternehmen Doctolib hat seine Präsenz deutlich verstärkt und will diese Dynamik nutzen, um seine Zukunft zu sichern. Bis 2022 sollen 300 Millionen Euro investiert werden.

Das 2013 gegründete und immer beliebter werdende Doctolib hat sein Wachstum mit der Gesundheitskrise beschleunigt und profitiert insbesondere von den vielen Terminen, die für die Impfung gegen Covid-19 erforderlich sind. Daher ist seine Doctolib Patient-Plattform sehr beliebt und hat inzwischen 60 Millionen registrierte Benutzer in Frankreich, Deutschland und Italien – den drei Ländern, in denen Doctolib seine Dienste anbietet. Diese Popularität hat dazu beigetragen, dass die Zahl der Registrierungen von Angehörigen der Gesundheitsberufe, die die Dienstleistungen von Doctolib in Anspruch nehmen möchten, gestiegen ist: 100.000 weitere im Jahr 2021, was einer Gesamtzahl von 300.000 Ärzten entspricht. Doctolib rechnet für 2022 mit der gleichen Zahl an Anmeldungen und will sich nicht mit dem Erfolg seiner Terminbuchungsplattform zufrieden geben, um Mediziner zu gewinnen.

Professioneller Köderprozess

Die Dienstleistungen von Doctolib werden für Patienten zu 80 % kostenlos durch Mitgliedschaften bei Fachleuten (zwischen 100 und 200 € pro Monat) und Gesundheitsinfrastrukturen finanziert, und das Unternehmen gibt in diesem Zusammenhang an, dass es die personenbezogenen Daten seiner Benutzer nicht vermarktet – es unterstützt Französische und europäische Zertifikate. Dieses Wirtschaftsmodell erfordert daher die Gewinnung neuer Fachkräfte, was das französische Unternehmen mit vielen Dienstleistungen vorsieht, in das es 80 % des für 2022 geplanten Budgets von 300 Millionen Euro investieren wird.

Das Unternehmen beabsichtigt, das Medizinprogramm von Doctolib Médecin ab 2022 für andere Fachgebiete als die Allgemeinmedizin zu öffnen, wobei insbesondere Physiotherapeuten zitiert werden. Dieses Programm, das die Patientenüberwachung und das Management von Arztpraxen ermöglicht, ist in der Tat der Ausgangspunkt der Strategie von Doctolib, das Angebot zu erweitern, um sich anderen Berufen zu öffnen und die Kommunikation zwischen den Gesundheitsberufen zu verbessern.

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Sichere medizinische Nachrichten für alle

Um diesen Fachleuten zu helfen, Patienten besser zu koordinieren und zu betreuen, plant Doctolib, das sichere Messaging-Tool Doctolib Team ab diesem Sommer allen zur Verfügung zu stellen. Es steht dem Patienten jedoch frei, zuzustimmen oder nicht, dass seine Daten von anderen Angehörigen der Gesundheitsberufe verarbeitet werden.

Nicht zu unterschätzen ist der Sicherheitsaspekt von Doctolib, die angekündigt hat, 2021 die Zahl der Techniker im Cybersicherheitsdienst zu verdoppeln. Etwa hundert Personen sollen 2022 weitere hundert hinzukommen.

Auf dem Weg zur Digitalisierung

Es muss gesagt werden, dass das Thema Datensicherheit immer wichtiger wird, und Doctolib plant auch, die Digitalisierung von Gesundheitsdokumenten populär zu machen. So kann der Arzt Rezepte im persönlichen Doctolib-Bereich seines Patienten hinterlegen, wo dieser sie mit Doctolib nur noch in eine Apotheke bringen muss, um beispielsweise auch seine Medikamente zu beziehen. Ebenso kann der Facharzt den Patienten bitten, vor der Konsultation Dokumente zu scannen (ein einfaches Foto genügt), um dort Zeit zu sparen.

Den Digitalisierungszug, den das Gesundheitsministerium bereits mit dem Programm „Mein Gesundheitsraum“ gestartet hat und seine Anwendung über diese öffentliche Plattform bereits ankündigt, will Doctolib auf keinen Fall verpassen. Auch für Patienten bleibt der Service kostenlos.

Damit diese Digitalisierung funktioniert, müssen sie ihre Gewohnheiten sukzessive ändern, wie es einige von ihnen bereits bei der Online-Terminbuchung getan haben. Doctolib berichtet, dass bisher 60 Millionen Franzosen, Deutsche und Italiener seine Dienste in Anspruch genommen haben, von denen 20 % über 55 Jahre alt sind.

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