Ein Anti-Katar-Bomber eskaliert unter Fans von Bayern München

Können wir menschliche Werte verteidigen und einen Sponsorenvertrag mit Katar unterzeichnen? Die „Socios“ des FC Bayern München wollen die Frage am Donnerstag, 25. November, auf der Jahreshauptversammlung des Klubs stellen, unglücklich, dass „Rekordmeister“ Einnahmen aus einem Land akzeptiert, das Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wird.

Wie viele Unterstützer sich tatsächlich an dieser Protestaktion beteiligten, lässt sich nicht sagen. Sie können eine Minderheit unter den 293.000 offiziellen Mitgliedern des Clubs sein. Aber in Deutschland, das normalerweise sehr sensibel für sportethische Fragen ist, tragen ihre Stimmen.

Beim letzten Heimspiel am 6. November sahen Millionen Zuschauer das Banner auf dem beliebten Podium der Allianz Arena gehisst: Herbert Hainer und Oliver Kahn, die Präsidenten des Vereins, mit einer Waschmaschine, einem blutigen Diagonaltrikot und zwei gezogen. Dollar-Businesstaschen unter dem Motto: „Für Geld waschen wir alles“.

Eine besondere Resonanz findet die Initiative offenbar mit dem Anflug der WM 2022, die im November/Dezember im Emirat stattfindet.

Die Demonstranten versuchten letzte Woche vor der Generalversammlung des Clubs, ein Memorandum durchzusetzen, in dem gefordert wird, die bis 2023 laufenden Sponsoring-Vereinbarungen mit Qatar Airways nicht zu verlängern. Die Justiz lehnte den Antrag ab, Gegner jedoch bestätigten. Dieser Kampf geht weiter.

„Wir wollen vorbeugende Maßnahmen haben, um eine Vertragsverlängerung zu vermeiden“, Ihr Sprecher bestätigt Michael Ott. Katar macht sich grober Menschenrechtsverletzungen schuldig, und es gibt einen großen Korruptionsverdacht im Sport. Die Demonstranten stützten sich auf Berichte von Nichtregierungsorganisationen, die Katar vorwarfen, ausländische Arbeiter auszubeuten, insbesondere beim Bau von Stadien für die bevorstehende WM. Sie machen Doha auch für sein Gesetz zum Verbot der Homosexualität verantwortlich.

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Der Staat weist diese Kritik entschieden zurück und behauptet, er habe das Arbeitsrecht reformiert und einen Mindestlohn eingeführt. Er verspricht auch, dass LGBT-Anhänger bei der WM willkommen sein werden. Aber Gegner entwaffnen nicht.

„Die Zusammenarbeit mit einer staatlichen Institution trägt dazu bei, Missstände abzulenken und ein modernes Bild eines weltoffenen Landes zu verbreiten.“

Gegner beschuldigen

zur Agence France-Presse

Das Logo der Fluggesellschaft prangt auf den Ärmeln der Bayern-Trikots, für rund 20 Millionen Euro pro Jahr, so die deutsche Presse, abgesehen von den vier Hauptaktionären Allianz, Audi, Adidas und Telekom. Darüber hinaus trainiert das bayerische Team im Rahmen einer langjährigen Partnerschaft jedes Jahr in der Winterpause für eine Woche in Katar.

Vereine geraten ins Kreuzfeuer

Laut der beliebten Tageszeitung Bild haben mehrere Starspieler, darunter Kapitän Manuel Neuer, ihre Kapitäne gebeten, den Vertrag nicht zu verlängern. Clubführer geraten ins Kreuzfeuer.

Byrne steht traditionell an vorderster Front, wenn es darum geht, moralische Positionen gegen Rassismus, Antisemitismus oder Homophobie einzunehmen. Aber der Verzicht auf Sponsoring-Einnahmen wäre sehr schmerzhaft. Karl-Heinz Rummenigge, der ehemalige starke Mann des Klubs, der 2018 die Partnerschaft ausgehandelt hat, verteidigt seine damalige Wahl mit seinem Wunsch, in Europa gegen Konkurrenten mit nahezu unbegrenzten Mitteln konkurrenzfähig zu bleiben.

„Jetzt haben wir Vereine wie Manchester City mit Abu Dhabi, Paris Saint-Germain mit Katar, Chelsea mit dem Milliardär Abramovich und Manchester United mit amerikanischen Milliardären.“ In einem aktuellen Podcast sagt er: „Wenn wir in Deutschland mit einer ganz anderen Kultur bleiben (…), muss ich offen sagen, dass wir uns langsam Sorgen um die Bundesliga und ihre Klubs machen müssen.“

Die Bayern-Spitze bedient sich dem Slinger derzeit mit einem Argument, das an anderer Stelle viel gehört, aber umstritten ist: „Wir haben mehr Kräne“, glauben sie, die Menschenrechtslage in einem Land durch unmittelbare Präsenz und Austausch zu beeinflussen, anstatt zu boykottieren.

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