Wie Brigitte Henrik (CNOSF) weitergehen will

Interview

Sollen wir mehr Sport in der Schule machen? Während der Mannschaftssport bei den Olympischen Spielen in Tokio am vergangenen Samstag glänzte, veröffentlichte Bildungsminister Jean-Michel Blanquer einen glühenden Tweet über Leibeserziehung und Sport, eine Botschaft, die Profisportlern nicht wirklich gefiel. Die Präsidentin des französischen Olympischen und Sportkomitees, Brigitte Henrichs, ihrerseits hat am Sonntag in Europa 1 deutlich gemacht, dass wir den Schulsport weiter fördern müssen, um die Champions von morgen hervorzubringen.

“Es lebe der Mannschaftssport! Es lebe die EPS! Der Erfolg unserer EquipeFRA #BHV zeigt die Qualität des Unterrichtens dieser Sportarten in der Schule”, twitterte Jean-Michel Blanquer am vergangenen Samstag nach den Medaillen bei den Olympischen Spielen in Tokio für französische Basketballer, Handballer und Volleyball Spieler. Eine Nachricht, die von einigen großen französischen Sportlern wie dem Basketballspieler Vincent Poirier sofort lächerlich gemacht wurde.

Andere, wie der Präsident der Professional Handball Players Association und ehemaliger Torhüter Vincent Gerrard oder der Rugbyspieler Maxime Mermoz, haben auf den Mangel an Ressourcen hingewiesen, die dieser Disziplin gewidmet sind.

Eine echte “Sportkultur” in der Schule schaffen

Drei Jahre vor den Olympischen Spielen in Paris hat der Präsident des französischen Nationalen Olympischen und Sportkomitees den Schulsport zur Priorität gemacht. Im Hinblick auf Europa 1 begrüßt sie insbesondere eine der jüngsten staatlichen Investitionen: 100 Millionen Euro zur Förderung der Clubpraxis für Kinder im Alter von 6-16 Jahren.

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Brigitte Henrichs möchte aber noch weiter gehen. Für den Leiter des Nationalen Olympischen und Sportkomitees sollte körperliche Aktivität in den Schulen wichtiger werden. Sie stellt sich amerikanische Schulen, Colleges, High Schools und sogar Universitäten vor. “Als Nationalspieler (Anm. Football) habe ich viel in den Staaten trainiert. Und auch wenn ich dort nicht alles beneidet habe, hat mich diese Sportkultur sicherlich immer fasziniert, so zu trainieren, aber auch zu gewinnen”, sagt Brigitte Henrik. „Diese Sportkultur muss in der Schulzeit geboren werden. Es ist wichtig, es ist Bildung. Es ist eine Lebenseinstellung“, fährt sie fort.

„Unsere Spitzensportler noch mehr unterstützen“ an der Uni

30 Minuten Sport am Tag für Schulkinder reichen also nicht aus. Brigitte Henrik nimmt für ihre Behauptungen das Beispiel unserer deutschen und britischen Nachbarn. “Sie haben nachmittags keinen Unterricht mehr, und ich denke, das können wir auch einrichten”, sagt sie.

Die Schule ist noch keine Heldenfabrik, aber sie kann eine Fabrik werden. An Universitäten sei es notwendig, „innerhalb der Hochschulzeit zu trainieren, aber auch mehr Spitzensportler zu unterstützen, damit sie ein duales Berufsprojekt haben“, sagt Brigitte Henrik. Wie in den USA. “Ein sehr interessantes Modell”, aber es ist im Vergleich zu Frankreich ungleich, es qualifiziert. „In Frankreich haben wir wirklich die Möglichkeit, jedem, der will, trainieren zu lassen“, resümiert Brigitte Henrique.

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